Der Vietnamkrieg
Gesichter einer Tragödie

90 Min.
Verfügbar von 13/08/2018 bis 10/11/2018
Live verfügbar: nein

Der Vietnamkrieg war der längste Konflikt des 20. Jahrhunderts. Mit ihm brachten zum ersten Mal die Medien einen Krieg in die Wohnzimmer. Das hatte Folgen: Seine Bilder haben sich tief in das Gedächtnis eingebrannt: der flächendeckende Abwurf von Napalmbomben, das nackte Mädchen, das schreiend vor einer Feuerwolke flieht. Am 1. Mai 1975 ging dieser Krieg zu Ende.

Für die meisten Amerikaner war damals Vietnam weit weg. Für sie war klar: Diesen Krieg würden sie gewinnen, er würde kurz sein, bezahlbar und ohne große menschliche Verluste. Sie sollten sich irren. Den Vietnamesen war gemein, dass sie sich nach Unabhängigkeit sehnten. Doch nach dem Sieg über die französische Kolonialmacht fand sich das vietnamesische Volk schon bald gespalten. Auf der einen Seite kämpfte die südvietnamesische Armee gemeinsam mit den Amerikanern, auf der anderen Seite die Guerilla. Ein Bruderkrieg. Die Geschichte dieses Krieges, erzählt aus der Sicht derer, die ihn erlebten, die in ihm gekämpft und die über ihn berichtet haben: US-amerikanische GIs, vietnamesische Widerstandskämpfer, Medienvertreter und Antikriegs-Aktivisten. Berührende Interviews und ungewöhnliches, bisher kaum bekanntes Archivmaterial, zum Teil aus den Nachlässen von Soldaten, machen noch einmal den tragischen Verlauf deutlich, die Stationen eines Krieges ohne Fronten, der schließlich weltweit Proteste auslöste und nicht nur Familien, sondern ganze Gesellschaften vor eine Zerreißprobe stellte. Ob in den USA, in Deutschland oder Frankreich. Die Dokumentation erzählt auch von der Vorgeschichte, vom Verlauf und vom Ende des Vietnamkrieges, von der französischen Kolonialherrschaft, vom Widerstand der Vietnamesen, von ihrem Kampfeswillen und ihrem Einfallsreichtum. Aber auch von der Teilung Vietnams, der Lüge, die die Amerikaner benutzten, um militärisch in Vietnam einzugreifen, von dem zweifelhaften Einsatz chemischer Kampfstoffe, den Flächenbombardements, von Kriegsgräueln, aber auch von der Sehnsucht aller Seiten nach Freiheit und Frieden. Historisch markante Ereignisse spiegeln sich noch einmal in den Nachrichtensendungen und Korrespondentenberichten von damals. Denn ihre Berichte und ihre Bilder waren es, die die Welt schockierten. Es war der erste "Fernsehkrieg" der Geschichte, vor laufenden Kameras. Allabendlich konnte die Welt ihn am Fernseher verfolgen. Letztlich haben diese Bilder und Berichte zum Ende des Krieges in Vietnam beigetragen.

Regie :

Christel Fromm

Land :

Deutschland

Jahr :

2015

Herkunft :

WDR
Bonus und Ausschnitt

Das koloniale Erbe Indochinas

3 min

Entlang des 17. Breitengrads: Ein Land wird gespalten

3 min

Propaganda und Kriegsbeginn

3 min

Der Krieg ist vorbei, die Erinnerung bleibt

2 min

Unterirdischer Alltag: Das Tunnelsystem

3 min

Die Wiedervereinigung als Ziel

2 min

Proteste in Deutschland und Frankreich

4 min

Agent Orange

2 min

Veteranen gegen den Krieg

2 min

Das Ende des Krieges - was bleibt?

2 min