Chick Corea & The Vigil bei Jazz à Vienne (2013)

52 Min.
Verfügbar vom 12/02/2021 bis 11/03/2021

Der legendäre Jazz-Pianist Chick Corea ist tot. In Gedenken an dieses immense musikalische Talent zeigen wir seinen Auftritt beim Jazz à Vienne von 2013.  Im Antiken Theater der französischen Stadt Vienne begleitet das Quintett The Vigil den damals 72-jährigen Ausnahmemusiker aus Boston, der beim Konzert nur so vor Energie und Lebensfreude strotzt. 

„Three Quartets“ heißt das berühmte Album aus dem Jahr 1981, auf dem Chick Corea seine Freunde Michael Brecker, Eddie Gomez und Steve Gadd in klassische Gefilde entführt und sich dabei vom Aufbau barocker, romantischer und impressionistischer Streichquartette inspirieren lässt, um Jazz-Granden wie Duke Ellington und John Coltrane die Ehre zu erweisen. Ein weiteres bemerkenswertes Quartett, das bei seiner Veröffentlichung leider nur wenig Beachtung fand, findet sich auf dem Album „Time Warp“ aus dem Jahr 1995, damals aufgenommen mit dem bereits verstorbenen Bob Berg, John Patitucci und Gary Novak.

2012 stand Chick Corea in Vienne mit Bobby McFerrin auf der Bühne. Die beiden Musiker teilten die gleiche Auffassung: Es gibt keine Grenzen zwischen so genannter ernster Musik und Unterhaltungsmusik. Dies stellten sie auch auf der Bühne unter Beweis, wo sie Werke von Bernstein, Mozart oder das berühmte „Spain“ von Chick Corea mit der gleichen Leidenschaft und Inspiration vortrugen.

Schon 2005 war Chick Corea mit seinem latino-angehauchten Projekt „Touchstone“ in Vienne zu Gast. Drei Jahre später kehrte er mit dem legendären „Return To Forever“ wieder dorthin zurück. 1969 griff Miles Davis erstmals auf das begnadete Talent des Tastenkünstlers an elektrischen und elektronischen Instrumenten zurück, um das legendäre „In A Silent Way“ aufzunehmen, das (gemeinsam mit „Bitches Brew“) den roten Faden der 2011er Ausgabe von Jazz in Vienne bildete. 2011 war für Chick Corea ohnehin ein besonders produktives Jahr: Der Pianist ging damals auf Welttournee („Return to Forever IV“) und wurde für sein Album „Corea, Clarke & White: Forever“ mit dem Grammy ausgezeichnet. Außerdem nahm er gemeinsam mit Stefano Bollani das Album „Orvieto“ auf und schrieb sein zweites Konzert, „The Continent“. Krönender Abschluss dieser erfolgreichen Saison war eine einmonatige Residence im berühmten New Yorker Blue Note Jazz Club, wo er unter anderem mit John McLaughlin, Herbie Hancock und Bobby McFerrin spielte.


  • Produktion :
    • Zycopolis Productions
    • Jazz à Vienne
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2013