Als wir träumten

110 Min.
Verfügbar von 14.02.2018 bis 21.02.2018
Live verfügbar: Ja

Leipzig nach der Wende. Nach dem Zusammenbruch der DDR ist vom Pioniergeist ihrer Kindheit bei Dani, Rico, Mark, Pittbull und Paul nicht mehr viel übrig. In dieser neuen Zeit, in der alles möglich ist, gehen die Jungs an ihre Grenzen. Sie klauen, saufen, prügeln sich mit Nazis, hören Techno und eröffnen einen Underground-Club. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten. 

Dani, Rico, Mark, Pitbull und Paul erleben ihre Kindheit in den letzten Jahren der DDR. Der Zusammenbruch des sozialistischen Systems trifft sie in einem sensiblen Alter, mitten in der Pubertät. Für die Jugendlichen und vor allem Rico, der unter dem Konformitätszwang der DDR gelitten hatte, ist das Chaos der Wendezeit ein Befreiungsschlag. Die Schule wird zur Nebensache, saufend, wütend, grölend zieht die Jugendclique durch die Straßen Leipzigs. Sie klauen im Supermarkt, bestehlen eine ältere Dame, aber nur ein bisschen. Trotz ihrer Härte gehören die Jungs zu den Guten, auch wenn sie manchmal über die Stränge schlagen. Doch Dani und seine Freunde leben auch in ständiger Gefahr. Regelmäßig werden sie von einer Gruppe Nazis, die das Revier für sich beanspruchen, verfolgt und verprügelt. Das Leben, das der Film zeichnet, ist voll von Exzessen, Grenzüberschreitungen, aber auch Härte und noch dazu den üblichen Jugenddramen wie etwa einer unerwiderten Liebe. Schließlich bündelt sich die Energie der Jungs in der Idee, einen Techno-Club zu eröffnen. Was zunächst nach einem sinnstiftenden Projekt klingt, führt sie immer weiter an den Abgrund. Pitbull fängt an zu dealen, Mark wird drogenabhängig, Rico und Dani geraten immer mehr ins Visier der Nazis. Was als ein Spiel begonnen hat, wird bald bitterer Ernst, und die Jungs müssen einsehen, dass ihre bisherigen Entscheidungen Konsequenzen nach sich ziehen. „Als wir träumten“ ist ein einziger Rausch. Schonungslos wird die wilde Nachwendezeit porträtiert. Vieles ist dabei erschreckend, aber Andreas Dresen geht doch nachsichtig mit seinen Figuren um.

Besetzung und Stab

Kamera :

Michael Hammon

Schnitt :

Jörg Hauschild

Produktion :

Rommel Filmproduktion
ARTE France Cinéma
RBB
BR
MDR
Cinémadefacto
Iskremas Filmproduktion

Produzent/-in :

Peter Rommel

Regie :

Andreas Dresen

Drehbuch :

Andreas Dresen
Wolfgang Kohlhaase

Darsteller :

Merlin Rose
Julius Nitschkoff
Joel Basman
Marcel Heuperman
Frederic Haselon
Ruby O. Fee

Autor :

Clemens Meyer

Land :

Frankreich
Deutschland

Jahr :

2016

Herkunft :

ARTE F
RBB