Kleine Hände im Großen Krieg
Die Lüge

Ausschnitt (2 Min.)
Verfügbar am 25/11
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Sonntag, 25. November um 08:55

1914 bricht Krieg aus in Europa. Kinder vertrauen ihre Gefühle, Ängste und Freuden ihren Tagebüchern an, schreiben Briefe oder zeichnen Bilder. 100 Jahre später erweckt die Dokureihe Zeugnisse aus jener Zeit zum Leben. In dieser Folge: Ein Mädchen gibt einem Jungen eine weiße Feder – als Zeichen, dass er ein Feigling ist, wenn er sich nicht freiwillig zum Kriegsdienst meldet.

Ein elfjähriges Mädchen gibt einem 18-jährigen Jungen eine weiße Feder – als Zeichen, dass er ein Feigling ist. Das überzeugt ihn, sich doch freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Nachdem er nach Frankreich aufgebrochen ist, trifft sie seine blinde Großmutter, die ohne ihren Enkel ganz allein ist. Schließlich erfährt sie, dass der Junge an der Front getötet wurde. Das Mädchen fühlt sich schuldig und verschweigt der Großmutter die traurige Nachricht. Als Schottland Ziel eines Zeppelinangriffs wird, realisiert sie, dass der Krieg nicht weit weg ist, sondern direkten Einfluss auf ihr Leben hat. Sie beschließt, der Großmutter doch die Wahrheit zu sagen. Der Krieg im Kopf ist genauso wichtig wie der auf dem Schlachtfeld. Der Krieg endet nicht, wenn die Kugeln verbraucht sind, sondern erst, wenn der Wille zum Kämpfen gebrochen ist. Seit dem Ersten Weltkrieg haben Regierungen auf der ganzen Welt wieder und wieder ihre Bürger durch Propaganda getäuscht, um sie von unbeliebten Maßnahmen zu überzeugen.

Regie :

Matthias Zirzow

Land :

Frankreich
Deutschland
Niederlande

Jahr :

2014

Herkunft :

ARTE