Kleine Hände im Großen Krieg
"Die Flucht" - Justine, Belgien

23 Min.
Live verfügbar: ja

1914 bricht Krieg aus in Europa. Tausende Kinder vertrauen ihre Gefühle, Ängste und Freuden ihren Tagebüchern an, schreiben Briefe oder zeichnen Bilder. 100 Jahre später, 2014, erweckte die Reihe diese Zeugnisse zum Leben. Diese Folge dreht sich um ein zwölfjähriges Mädchen in Belgien, das vor den deutschen Besatzern flüchtet und damit ihre Mutter in Gefahr bringt.

Ein armes zwölfjähriges Mädchen aus Flandern wird beim Diebstahl von Kartoffeln erwischt. Die deutschen Besatzer bestrafen sie hart: Sie hat die Wahl zwischen vier Monaten Gefängnis und einer unbezahlbar hohen Geldstrafe. Sie passiert heimlich den "Todesdraht", einen elektrischen Sicherungszaun an der belgischen Grenze, um Geld in den Niederlanden aufzutreiben. Nun soll die Mutter als Strafe für die angebliche Flucht ihrer Tochter ins Gefängnis. Das Mädchen schafft es, das benötigte Geld zu bekommen und wird bei der Rückkehr am Todesdraht gestoppt. Diese Folge zeigt, dass es im Krieg keine Regeln gibt. Krieg treibt Menschen zum Äußersten, Willkür und Unrecht gehören nicht nur an der Front zum Alltag. Der Erste Weltkrieg setzt Maßstäbe in der Intensität der willkürlichen Gewalt an Zivilisten. Begriffe wie Kriegsverbrechen oder Völkermord erhalten eine neue Dimension. Nach Ende des Kriegs versuchen die Staaten erstmals mittels einer internationalen Organisation, dem Völkerbund, Mechanismen zur globalen Friedenssicherung und Konfliktlösung zu etablieren.

Regie :

Matthias Zirzow

Land :

Frankreich
Deutschland
Niederlande

Jahr :

2014

Herkunft :

ARTE