Der große Fluss vom Himalaya
Tibet - Von der Quelle bis zur großen Schlucht

2 Min.
Verfügbar von 08.01.2018 bis 16.01.2018
Nächste Ausstrahlung : Dienstag, 13. Februar um 09:40
Die dreiteilige Reihe erzählt die Geschichte einer turbulenten Affäre zwischen dem größten Gebirge und einem der größten Flüsse der Welt. Die erste Folge wurde weitgehend auf einer Höhe zwischen 5.000 und 6.000 Metern gedreht. Eines der beiden Filmteams lieferte epische Bilder von der Quelle des Brahmaputra oder Yarlung Tsangpo, wie der Oberlauf in Tibet heißt.
Die erste Folge wurde weitgehend auf einer Höhe zwischen 5.000 und 6.000 Metern gedreht. Eines der beiden Filmteams lieferte epische Bilder von der Quelle des Brahmaputra oder Yarlung Tsangpo, wie der Oberlauf in Tibet heißt. Erst seit 2011 ist der Gletschersee unter dem Angsi-Gletscher offiziell als Ursprung dieses bedeutenden Flusses bestätigt.
Ein zweites Team marschierte wochenlang unter Extrembedingungen in die große Schlucht des Yarlung Tsangpo, um auch aus dieser immer noch unerforschten Gegend noch nie dagewesene Bilder zu holen. In beiden Fällen sind durch den Einsatz von Drohnen Aufnahmen aus einem bisher verbotenen sowie logistisch schwer zugänglichen Land gelungen, wie die Welt sie noch nie gesehen hat.
Zwischen Quelle und Schlucht und entlang des Hauptkamms des Himalaya erschließt sich dem Zuseher die wohl dynamischste Landschaft der Erde. Die immer noch andauernde Kollision zweier einst getrennter Kontinente, Indien und Asien, hat sowohl den Himalaya geboren als auch das Flusssystem geformt.
Aggressive Erosion durch Gletscher und Flüsse wirkt der immer noch andauernden Hebung des mächtigen Gebirges entgegen. Ohne den Brahmaputra und seine Zuflüsse wäre der Himalaya um ein Mehrfaches höher. Infolgedessen haben Brahmaputra und Ganges gemeinsam im Golf von Bengalen eine Sedimentmenge abgelagert, die zumindest der fünffachen Masse des heutigen Himalaya entspricht.
Alle Gebirgsflüsse im zentralen Himalaya, sowohl die der Nord- als auch der Südhänge, enden im Brahmaputra, der das Gebirge umklammert wie ein riesiges U. Die oft verborgenen Hochtäler dieser Flüsse sind ein extremer Lebensraum für kälte- und höhenangepasste Pflanzen und Tiere, für nomadisierende Yakhirten und, bis in 4.000 Meter Höhe, sogar für Bauern. Die stete Hebung des Gebirges und des dahinter liegenden Plateaus hat viele Tierarten zur Anpassung gezwungen. Von hier aus haben sich etwa Murmeltier und Polarfuchs in andere hohe und kalte Regionen verbreitet. So wurde Tektonik zum Motor der Evolution.
Von Flüssen gegrabene Einschnitte in den Himalaya – die tiefsten und längsten Schluchten der Welt – verbinden die völlig unterschiedlichen Welten, die das höchste Gebirge der Erde trennt: die hellen, kahlen Weiten des Tibetischen Plateaus im Norden, entlang des Yarlung Tsangpo und die dampfenden, üppig grünen Bergwälder der zum indischen Brahmaputra abfallenden Südhänge, wo der zweite Teil die Reise fortsetzt.

Besetzung und Stab

Regie :

Klaus Feichtenberger

Land :

Österreich

Jahr :

2017

Herkunft :

ARTE F