Aznavour

59 Min.
Verfügbar: Nein
Charles Aznavour - ARTE widmet dem 1924 in Paris als Sohn armenischer Flüchtlinge geborenen Chansonnier eine Hommage. Im Mai letzten Jahres ist er 90 Jahre alt geworden. Aznavour, der sein Leben lang darunter litt, dass er in seinem Heimatland Frankreich erst späte Anerkennung erfuhr, hat mit der vorliegenden Sendung erstmals einem umfassenden TV-Porträt zugestimmt.
Er ist Chansonnier, Schauspieler und Komponist, schrieb über tausend Chansons, wurde von den ganz Großen gecovert wie Liza Minnelli, Johnny Hallyday und Ray Charles. Er verkaufte weltweit mehr als hundert Millionen Alben und spielte in rund 70 Filmen. Auch mit 90 Jahren ist Charles Aznavour immer noch in Hochform. Er wurde am 22. Mai 1924 als Sohn armenischer Flüchtlinge in Paris geboren. Im Porträt erzählt er, wie er ein Weltstar wurde, obwohl die Anfänge seiner Karriere hart waren. In Frankreich hatte er lange Zeit mit zwei Handicaps zu kämpfen: seiner kleinen Körpergröße von 1,61 Metern und seiner Stimme, die das Publikum als rau und missklingend empfand.
Als Kind besuchte Aznavour die Ecole des Enfants du Spectacle in Paris. Zunächst sang er im Restaurant seiner Eltern im Pariser Quartier Latin armenische Lieder, und 1933 stand er neunjährig in "Un bon petit diable", einem Stück über den französischen König Heinrich IV., auf der Bühne. Anschließend bekam er eine weitere Kinderrolle in dem Film "La guerre des gosses". Nach seinem 14. Lebensjahr widmete sich Aznavour ganz der Musik, beeinflusst durch eine Platte von Maurice Chevalier.
Ab 1944 unternahm er mit dem Pianisten und Komponisten Pierre Roche die ersten Tourneen durch Frankreich. Er hatte dabei beim Publikum sowohl in Paris als auch in der Provinz nur wenig Erfolg. In einem Vorstadtcafé hörte ihn 1946 schließlich Edith Piaf singen. Sie wurde zu seiner Mentorin, tourte mit ihm durch Frankreich und die Vereinigten Staaten, so dass er sich allmählich als Sänger etablieren konnte. Der endgültige internationale Durchbruch gelang ihm zu Beginn der 60er Jahre. Einige seiner größten deutschsprachigen Erfolge sind "Du lässt dich geh'n", "Spiel Zigeuner" und "Ich frag' mich, warum".
Die Dokumentation versteht sich als Hommage an einen großen Künstler, der sein Leben lang unter der ihm entgegengebrachten Ablehnung litt. Zum ersten Mal stimmte er einem Porträt zu und erzählt vor der Kamera aus seinem Leben. Die Dokumentation zeigt öffentliche und private Filmaufnahmen, Interviews mit dem Sänger zu Hause im südfranzösischen Mouriès sowie Berichte von Freunden und Bekannten und konzentriert sich dabei auf die Schlüsselmomente in Aznavours Karriere. Den Kommentar spricht Eva Mattes.

Besetzung und Stab

Regie :

Marie Drucker, Damien Vercaemer

Land :

Frankreich

Jahr :

2013