Verschollene Filmschätze
1939. Straflager Französisch-Guayana

27 Min. (Live)
Verfügbar: 11/11/2017 bis zum 19/11/2017
Nächste Ausstrahlung : Montag, 27. November um 06:40
"Verschollene Filmschätze" ist eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. In dieser Folge: Die französische Justiz deportierte innerhalb eines Jahrhunderts rund 70.000 Männer nach Französisch-Guayana, wo sie Zwangsarbeit verrichten mussten. 1939 verbrachten die Reporter Raymond Méjat und Pierre André Martineau fast zwei Monate vor Ort ...
Die französische Justiz deportierte innerhalb eines Jahrhunderts rund 70.000 Männer nach Französisch-Guayana, wo sie Zwangsarbeit verrichten mussten. Manche waren Mörder und Schwerverbrecher, andere kleine Wiederholungstäter. Die Gefangenen, die im Straflager der französischen Kolonie starben, hatten kein Recht auf eine Beerdigung, sie wurden einfach in ein Massengrab geworfen. Diejenigen, die ihre Strafe abgedient hatten, mussten selbst sehen, wie sie wieder nach Hause kamen. Viele konnten sich die Rückreise nach Frankreich nicht leisten. Nur sehr selten bekamen Journalisten die Genehmigung, die zur Zwangsarbeit Verurteilten zu filmen. 1939 verbrachten die Reporter Raymond Méjat und Pierre André Martineau fast zwei Monate in Französisch-Guayana, wo sie mehrere Straflager besuchten. In der französischen Kolonie, die doppelt so groß war wie die Schweiz, gab es keine Straßen, dafür aber zwei Guillotinen. Wer waren die beiden Reporter? Warum erteilten die französischen Behörden ihnen die Erlaubnis, mit der Kamera Bilder vom Alltag in den Lagern zu drehen? Und wie kommt es, dass trotz heftiger Kampagnen gegen das grausame Vollzugssystem das Straflager Bagne de Cayenne im Jahr 1939 immer noch genutzt wurde?

Besetzung und Stab

Regie :

Serge Viallet
Pierre Catalan

Land :

Frankreich

Jahr :

2014

Bonus und Ausschnitt

Drei weitere Situationen, die Raymond Mejat gefilmt hat

3 min