Zen for Nothing

99 Min.
Verfügbar: 06/11/2017 bis zum 04/02/2018
Versteckt in den Bergen Japans liegt das Zen-Kloster Antaiji. Zen ist vor allem die Kunst der Meditation. Sie zu lernen bricht eine junge Frau auf, um hier einige Monate in das klösterliche Leben einzutauchen. Sie begegnet sich selbst. Ein Wechselspiel, das Werner Penzels Bildern und der Soundtrack von Fred Frith und Ayako Mogi zu einer eindringlichen Erfahrung werden lassen.
Achtsamkeit und Meditation stehen bei gestressten Menschen und einer boomenden Ratgeber-Branche derzeit hoch im Kurs. Doch Zen hat eine lange buddhistische Tradition, und Zazen, die Kunst der Meditation, verlangt eigentlich nur Zeit und Übung. Sie zu lernen, bricht die Schweizer Schauspielerin Sabine Timoteo in das Zen-Kloster Antaiji auf, das versteckt in den Bergen Japans liegt. Und nach einer Reise, die sie an den Industrielandschaften von Osaka und Kobe vorbei zur Westküste führt, steigt sie die lange Steintreppe durch den dichten Wald hinauf zum Kloster. Das Leben im Kloster ist bis ins Kleinste von klaren, jahrhundertealten Regeln geprägt. Bei den schweigend eingenommenen Mahlzeiten werden die Essstäbchen auf bestimmte Weise und in Verbindung mit den drei lackierten Holzschalen geführt. Das Verbeugen erfordert geistige Präsenz und das Sitzen in der Meditationshalle vor der leeren Wand die Überwindung körperlicher Schmerzen, bis auch die Muskeln sich an die neue Haltung gewöhnt haben. Die junge Frau ist bereit, in das klösterliche Leben und die Philosophie des Zen-Meisters Kodo Sawaki einzutauchen. Sie gewöhnt sich an die vielen zu beachtenden Vorschriften, das Aufstehen in der Dunkelheit, die schweißtreibende Arbeit auf den Reisfeldern oder beim Holzschlagen im Wald. Sie lernt, lacht und weint gemeinsam mit den anderen Zen-Praktizierenden aus aller Welt, den Nonnen und Mönchen und mit Abt Muho, der als Olaf Nölke in Berlin geboren wurde. Sie begegnet sich selbst und den Überraschungen des Alltags – ein Wechselspiel, dem Werner Penzel mit seinen grandiosen Bildern und Fred Frith und Ayako Mogi mit ihrem Soundtrack einen eindringlichen Rhythmus verleihen.

Besetzung und Stab

Regie :

Werner Penzel

Land :

Schweiz
Deutschland

Jahr :

2014