Die Rhône - Zurück zur Natur

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53 Min.
Verfügbar vom 25/05/2020 bis 23/11/2020

Kann man einen Fluss restaurieren wie ein Kunstwerk oder ein Schloss? Nach dem dramatischen Rhône-Hochwasser 2003 haben sich die Initiatoren des "Rhône-Plans" genau dieser Aufgabe gestellt. Zu viele Deiche, zu viel Beton und zu viele Straßen, die dicht am Ufer entlang führen, engen den Fluss ein. Außergewöhnliche Bilder und Entdeckung der Rhône als Labor unter freiem Himmel...

Kann man einen Fluss restaurieren wie ein Kunstwerk oder ein Schloss? Anfang Dezember 2003 entwickeln sich die rasant ansteigenden Winterhochwasser der Rhône zu einer Tragödie: Dämme brechen, Menschen sterben und Tausende müssen ihre Häuser verlassen. Der Schock sitzt tief. Man glaubte, den Fluss unter Kontrolle zu haben. Doch nun muss man feststellen, dass die radikalen Flussbegradigungen der letzten 150 Jahre, die die Rhône bändigen und für Wirtschaft und Energie nutzbar machen sollten, für diese Katastrophe teils mitverantwortlich sind. Zu viele Deiche und Staudämme, zu viel Beton, zu viele Straßen und Gleisabschnitte, die eng an der Rhône entlangführen, den Fluss säumen und ihn bedrängen. Die Landschaft ist verunstaltet, die Biodiversität verkümmert und macht den Fluss sogar zur Gefahr für den Menschen. Deshalb hat man nun beschlossen, ihn zu „restaurieren“. Am Beispiel dieses aufregenden Umwelt-Abenteuers beleuchtet der Film eine Idee, die auf der ganzen Welt an Boden gewinnt: den begradigten Flüssen ein wenig Raum und die dringend benötigte Freiheit wiederzugeben. Außergewöhnliche Bilder führen direkt ins Herz der Forschungsarbeiten und bieten die einmalige Möglichkeit, die Rhône als Labor unter freiem Himmel zu entdecken. Seite an Seite mit den Forschern taucht der Film so wörtlich wie im übertragenen Sinn in die stürmischen Gewässer dieses Flusses ein und zeigt, dass er ein eigener Organismus von großer Schönheit ist: lebendig, ständig in Bewegung und äußerst komplex.

  • Regie :
    • Claude-Julie Parisot
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2013
  • Herkunft :
    • ARTE F