Wie wir die Metro in Moskau bauten

53 Min.
Verfügbar: 10/11/2017 bis zum 18/11/2017
Der Bau der ersten U-Bahn in Moskau wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit einem literarischen Projekt begleitet. Unter der Anleitung von Schriftstellern, sogenannten Seeleningenieuren, sollten die Bauarbeiter die Entstehung der schönsten U-Bahn der Welt literarisch verarbeiten. Doch Stalins "Große Säuberung" setzte dieser literarischen Utopie ein Ende.
Anfang der 1930er Jahre erhielten Bauarbeiter der Moskauer Metro den Auftrag, unter Anleitung von Schriftstellerbrigaden die "wahre Geschichte der Moskauer Metro" niederzuschreiben. Anhand dieser zum Teil noch unveröffentlichten Schilderungen vollzieht die Dokumentation den Bau der ersten Linie der schönsten U-Bahn der Welt nach, vor dem Hintergrund einer literarischen Utopie, der die stalinsche "Große Säuberung" der Jahre 1937 und 1938 ein jähes Ende setzte. Die Geschichte beginnt 1937, zwei Jahre nach Einweihung der ersten Metrolinie in Moskau. Der Erzähler ist einer der sogenannten Seeleningenieure, die den Arbeitern damals beim Schreiben halfen. Er verfolgt seine Erinnerungen bis zum Anfang der 1930er Jahre zurück und erläutert das Zustandekommen der Utopie. Dazu zitiert und kommentiert er Aussagen schreibender Arbeiter und beleuchtet die Entstehung sowohl des Buches als auch der U-Bahn sowie die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der damaligen Zeit aus eigener Sicht. Vor dem Hintergrund dieses sowjetischen Großvorhabens zeichnet die Dokumentation ein Bild des Aufbaus des Kommunismus und des Ideals vom "neuen Menschen" in der Zeit der ersten Fünfjahrespläne.

Besetzung und Stab

Regie :

Xavier Villetard

Land :

Frankreich

Jahr :

2013