Grenzbock

80 Min.
Verfügbar: vom 10. Dezember 2017 bis zum 17. Dezember 2017
Der Dokumentarfilm taucht ein in die Welt der deutschen Jäger, und beobachtet, wie sie sich im Spannungsfeld zwischen Sehnsucht nach ursprünglicher Natur und Effizienzdenken, zwischen Märchenwald und moderner Kulturlandschaft bewegen. Regisseur Hendrik Löbbert begleitet drei Jäger und lässt die Weltbilder durchschimmern, die sich hinter Jägerlatein und Lodenmantel verstecken.
Ein letztes Mal lässt Hubertus Meckelmann zur großen Drückjagd in der Wildnis blasen. Im Kerngebiet eines ehemaligen Truppenübungsplatzes soll bald gar nicht mehr gejagt werden. Für die Reviere außen herum ist das eine Zumutung. Denn die mühsam begrenzten Populationen von Rot-, Dam- und Schwarzwild werden dadurch völlig durcheinandergeworfen. Daran ändert auch die Rückkehr der Wölfe nichts – und die haben aus Sicht der meisten Jäger in Brandenburg sowieso nichts verloren. Der Dokumentarfilm begleitet drei Jäger durch ihre Wälder und lässt in langen, ruhigen Einstellungen die Weltbilder durchschimmern, die sich hinter Jägerlatein und Lodenmantel verstecken. Der Filmemacher Hendrik Löbbert zeigt die Welt der Jäger im brandenburgischen Wald. Er hat beobachtet, nach welchen Maßstäben dieser Kosmos funktioniert und wie sich dessen Bewohner darin bewegen. Zwischen den Antipoden der Jagd sind zwar zahlreiche journalistisch ausgewogene Reportagen entstanden, aber es gab bisher keinen Dokumentarfilm, der vorurteilsfrei in die Welt der Jäger eingetaucht ist und sich in dieser Parallelwelt umgesehen hat – und dabei das mythenverhangene Selbstbild der Jäger ernst genommen hat. In eigenartiger Monumentalität nähert sich der Dokumentarfilm den verschrobenen Protagonisten, die mit ihrem Festhalten an alten Traditionen, ihren ritualisierten Abläufen und der sehr eigenen Jägersprache wirken wie aus einer anderen Zeit, ohne sie zu verraten.

Besetzung und Stab

Regie :

Hendrik Löbbert

Land :

Deutschland

Jahr :

2014

Herkunft :

RBB