Stille Wasser sind tief
Der Nassersee - Wasser in den Weiten der Wüste

43 Min.
Verfügbar von 19/05/2018 bis 18/07/2018
Live verfügbar: nein

Die Dokureihe ergründet in wunderschönen Bildern, wie die Natur und der Mensch in Harmonie mit den Lebenszyklen ganz unterschiedlicher Seen auf der Erde leben. In dieser Folge: Der riesige Nasser-Stausee erstreckt sich als künstlich angelegter Wasserspeicher inmitten der ägyptischen Wüste über mehr als 500 Kilometer. Das kolossale Unterfangen hat Ägypten von Grund auf verändert.

Im Herzen Ägyptens reguliert der Nasser-Stausee seit nunmehr 40 Jahren die Fluten des ewigen Nils. Er entstand in den 1960er Jahren mit dem Bau eines riesigen Staudamms in Assuan. Der damalige ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser wollte sein Land modernisieren und dessen Stromversorgung verbessern. Dafür schreckt er nicht davor zurück, den Lauf des Nils, des zweitgrößten Flusses der Erde, zu ändern. In Ägypten trägt der Stausee, der sich über eine Länge von mehr als 500 Kilometer erstreckt, den Namen des ehemaligen Präsidenten. Der im Sudan liegende Teil des Sees heißt in Anlehnung an die Region Nubien, die durch ihn überschwemmt wurde, Nubia-See. Seit dem Bau des Staudamms profitieren Mensch und Natur von den großen Süßwasserreserven. Der gezähmte Nil bringt nun kein zerstörerisches Hochwasser mehr mit sich, und inmitten der Wüste konnte ein neues Ökosystem entstehen. Die Fischerei hat sich entwickelt, Krokodile und Vögel haben sich am See niedergelassen. Doch wie lange wird das noch so bleiben? Denn auf dem Grund des Nasser-Stausees lagern sich Sedimente ab, und auch andere Länder planen heute Staudammprojekte am Nil, die das Wasser bereits weit vor dem Assuan-Staudamm aufhalten. So könnte diese fantastische Wasserquelle eines Tages versiegen.

Regie :

Florence Tran

Land :

Frankreich

Jahr :

2014

Herkunft :

ARTE F