Stätten des Glaubens (13/15)

Ungarn - Die Dohány-Synagoge

26 Min.
Verfügbar vom 16/01/2019 bis 26/02/2019

Die Reihe zeigt 15 der schönsten Sakralbauten der Welt und widmet sich neben der Architektur den Menschen, die diese Orte zum Leben erwecken. Die Dohány-Synagoge im jüdischen Viertel in Budapest ist die zweitgrößte jüdische Gottesstätte der Welt. Die Chefkonservatorin des Dohány Museums Zsuzsanna Toronyi gibt Einblick in die Historie der Glaubensstätte und die religiösen Bräuche.

Im 19. Jahrhundert schlossen sich die drei unabhängigen Städte Buda, Óbuda und Pest zur Einheitsgemeinde Budapest zusammen. Im jüdischen Viertel errichtete man unter Anwendung umfangreicher technischer Kenntnisse die berühmteste Synagoge der ungarischen Hauptstadt: die Dohány-Synagoge, auch Große Synagoge genannt. In der zweitgrößten jüdischen Gottesstätte der Welt werden heilige Thora-Rollen aufbewahrt, auf denen alle jüdischen Riten und Zeremonien aufbauen. Zsuzsanna Toronyi vom Ungarischen Jüdischen Museum demonstriert die Einsegnung einer Thora-Rolle und erklärt, dass das Judentum eine „Nomadenreligion“ sei, da jederzeit spontan eine Synagoge gegründet werden könne; einzige Voraussetzung für einen Gottesdienst sei die Anwesenheit zehn jüdischer Männer. Dann öffnet Frau Toronyi die Tore zu den weitläufigen Archivsälen mit ihren beeindruckenden Sammlungen heiliger Objekte. Schließlich bekommt der Zuschauer einen Einblick in eine Konzertprobe von Iván Fischer. Der Dirigent und Pianist zählt zu den berühmtesten Vertretern der ungarischen jüdischen Kultur.

Regie :

Celia Lowenstein
Lysiane Le Mercier

Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE F