Kinderwunsch

Ein Selbstversuch

53 Min.

Vor Jahren noch die Ausnahme, sind "späte Eltern" heute ein Trend. Erst kommen Job und Karriere, dann das Kind. Die moderne Reproduktionsmedizin verspricht spätes Elternglück. Was tun, wenn die Natur nicht mitspielt? Die Regisseurin Ina Borrmann hat darüber einen ganz persönlichen Film gemacht.

Ina Borrmann hat unmittelbar und frei gelebt. Das spießige Leben einer Kleinfamilie hat sie nie interessiert. Sie hat ihre Existenz nie an jemand anderen gebunden, fühlte sich fragmentarisch und das war gut so! Bis sie Marc traf. Plötzlich und unerwartet war er da: der Wunsch nach einem eigenen Kind. Doch inzwischen ist Ina Ende 30 und das Kinderkriegen erweist sich als schwierig. Dabei scheint Kinderlosigkeit im Zeitalter moderner Reproduktionsmedizin keine Option. Samen- und Eierspender, Leihmutterschaft und Hormontherapie – wer nicht in der Lage ist sich zu reproduzieren, ist selbst schuld. Doch dem späten Kinderwunsch wohnt kein Zauber inne. Der Schöpfungsakt in der Petrischale ist eine physische und psychische Tortur. Das macht man nicht mal eben im Nebenjob. In ihrem Film erzählt Ina Borrmann von ihrem Weg zur Kinderwunschbehandlung, davon, welch unglaublicher Druck auf einem Pärchen lastet, wenn Sex nur noch Mittel zum Zweck ist und die Tage bis zum nächsten Eisprung gezählt werden. Davon, wie stark ständige Arzttermine und das Warten auf Ergebnisse an den Nerven zerren und dass der Kinderwunsch trotz allem bleibt. Der Film dokumentiert auf eine ganz persönliche Art und Weise die Hoffnungen, Tiefpunkte und Fragen einer Frau bei ihrem Wunsch, Mutter zu werden, und öffnet ein kleines Fenster für ein großes gesellschaftliches Thema.

Regie :

Ina Borrmann

Land :

Deutschland

Jahr :

2013

Herkunft :

RBB