Zwischen-Raum-Hotel

70 Min.
Verfügbar von 02.01.2018 bis 09.01.2018

Jeder hat beim Vorbeifahren schon das "F1"-Logo der Billig-Hotelkette "Formule1" am Straßenrand gesehen. Die preisgünstigen Hotels, die sich meist an Autobahnauffahrten oder in Gewerbegebieten ansiedeln, sind Sinnbild für das "Low-Cost"-Leben in der heutigen Welt. Doch was bedeutet Wohnen und zu Hause sein heute?

In den Hotels der Billigkette „Formule1“ – am Ende scheint es immer ein und dasselbe Hotel zu sein – sind manche Gäste nur auf der Durchreise, andere verweilen länger. Hinter jeder Zimmertür ein identisches Bild: Der Raum ist auf das absolut Notwendige reduziert und offenbart den inneren Zwiespalt eines jeden Menschen: Sesshaftigkeit oder Nomadentum, Exzess oder Zurückhaltung, Routine oder Überleben.
Der Dokumentarfilm „Zwischen-Raum-Hotel“ analysiert zum einen das Konzept von „Formule1“: die standardisierte Identität der Häuser und Zimmer. Ist es das Bekannte, Verlässliche und immer Gleiche, das uns Sicherheit vermittelt?
Zum anderen suchen die Autoren eine Analogie zwischen einem Aufenthalt im „Formule1“ und dem Platz, den der Mensch auf Erden einnimmt, zu ziehen. Beides erinnert in seinen Codes und Routinen, dem immer Gleichen, an Becketts „Warten auf Godot“.
Gefilmt wurde in Belgien und Frankreich, doch nichts gibt Auskunft darüber, wo man sich genau befindet. Das „Zwischen-Raum-Hotel“ erscheint als Nicht-Ort, als Platz im Überall und Nirgends.


Besetzung und Stab

Regie :

Emmanuel Marre

Land :

Belgien
Frankreich

Jahr :

2012

Herkunft :

ARTE
RTBF