Die Brücke am Ibar

86 Min.
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Untertitel für Gehörlose

Kosovo, 1999, Bürgerkrieg zwischen Serben und Albanern: Nato-Bomben fallen auf das Kriegsgebiet. Die junge Witwe Danica (Zrinka Cvitesic) lebt mit ihren beiden Söhnen in einer serbisch-albanischen Siedlung. Ramiz (Misel Maticevic), ein verwundeter Albaner und UCK-Soldat, sucht in ihrem Haus Schutz ... Der Film erhielt den Bayerischen Filmpreis für die beste Nachwuchsregie.

Kosovo, 1999: Nato-Kampfjets bombardieren das Land, um die blutigen Kämpfe zwischen Serben und Albanern zu beenden, und verschärfen damit das Leiden der traumatisierten Zivilbevölkerung. Die junge Serbin Danica lebt mit ihren beiden Söhnen in einer serbisch-albanischen Siedlung. Der Tod des Vaters hat in der Familie tiefe Spuren hinterlassen. Der kleine Danilo spricht nicht mehr. Vlado ist zum Einzelgänger geworden. Er hat keine Freunde, drückt sich vor der Schule und lebt in einer Traumwelt. Als sich Ramiz, ein verwundeter Albaner und UCK-Soldat, in Danicas Haus rettet, beschließt sie, ihm Zuflucht zu gewähren und ihn zu pflegen, und dies trotz des Risikos für sich, vor allem aber für ihre Kinder. Zwischen den beiden wächst eine zarte Liebe. Als Ramiz von einer serbischen Nachbarin erkannt wird, muss er fliehen, und in den Wirren der Auseinandersetzungen verschwindet auch Danilo. Eine verzweifelte Suche beginnt, Wochen vergehen, von Danilo keine Spur. Der Fluss Ibar trennt den serbischen vom albanischen Teil der Stadt. Die Brücke ist gesprengt, der Zugang zur albanischen Seite unmöglich. Verzweifelt beschließ Danica, den Kosovo zu verlassen und mit Vlado nach Belgrad zu gehen. Doch dem Kleinen ist es gelungen, zu Ramiz Kontakt herzustellen. Vielleicht kann er helfen? Ein Film, der sich dem Kosovo-Krieg auf sehr persönliche und emotionale Weise nähert und vom Eindringen der zerstörerischen Gewalt in den Alltag erzählt. Zugleich aber auch die universelle Geschichte einer unmöglichen Liebe …

Kamera :

Felix Novo de Oliveira

Schnitt :

André Bendocchi-Alves
Stine Sonne Munch

Musik :

Gerd Baumann
Martina Eisenreich
Gregor Hübner

Produktion :

Sperl Productions
Maxima Film
BR
ARD Degeto
ARTE
Südwestrundfunk
Atalanta
Telepool

Produzent/-in :

Gabriela Sperl

Regie :

Michaela Kezele

Drehbuch :

Momcilo Mrdakovic
Michaela Kezele

Darsteller :

Zrinka Cvitesic
Misel Maticevic
Andrija Nikcevic
Milos Mesarovic
Ema Simovic
Ana Markovic
Milos Timotijevic
Nebojsa Djordjevic
Suzana Petricevic
Natasa Markovic

Land :

Deutschland
Serbien
Kroatien

Jahr :

2012

Herkunft :

BR