Tabu - Eine Geschichte von Liebe und Schuld

111 Min.
Verfügbar vom 01/05/2019 bis 31/05/2019
Dieser Film wird ihnen in Partnerschaft mit dem LUX Filmpreis präsentiert, eine Initiative des Europäischen Parlaments. "Tabu", auf der Berlinale 2011 mit dem Alfred-Bauer-Preis für perspektiven-öffnenden Film ausgezeichnet und vor allem in Frankreich von der Kritik hochgelobt, ist ein in seiner barocken Erzählkraft beispielloses, magisches Werk (2011) des portugiesischen Regisseurs Miguel Gomes, das Schönheitstrunkenheit verursacht.

Lissabon, heute. Drei Frauen, die eine eher einsame Existenz führen, wohnen im gleichen Stockwerk eines Wohnhauses in Lissabon. Aurora, eine temperamentvolle ältere Dame, Santa, eine undurchdringliche Frau mittleren Alters von den Kapverden, die für Aurora den Haushalt erledigt, und Pilar, die Nachbarin von Aurora, eine katholische, sozial engagierte Volkswirtschaftlerin in Rente.

Eines Morgens wird Aurora ins Krankenhaus gebracht und stirbt kurz darauf. Ihre letzten Worte bilden einen Namen: Gian Luca Ventura. Pilar und Santa begeben sich auf die Suche nach diesem Mann. Als sie ihn tatsächlich finden, erfahren sie ein Geheimnis aus Auroras Vergangenheit: die Geschichte einer Liebe und eines Mordes, geschehen in einem unwirklichen Afrika des Abenteuerfilms.

Mozambik, Anfang der 1960er Jahre. Aurora im Alter von zwanzig Jahren: eine schöne, glückliche, frisch verheiratete Frau, die mit Koketterie ihre Kleider durch die Straßen der afrikanischen Kolonie spazieren führt. Der junge Ventura, Schlagzeuger einer Musikgruppe, verdreht den Frauen reihenweise den Kopf, bis ihm Aurora begegnet. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Ventura wird Auroras Liebhaber, auch nachdem beide wissen, dass sie von ihrem Mann schwanger ist. Als ein enger Freund Venturas und des Ehemanns Auroras die Liebenden bei einem heimlichen Treffen überrascht, wird er von Aurora getötet. Obwohl Auroras Tat unentdeckt bleibt, wissen beide, dass für immer Blut an ihren Händen klebt. Nach der Beerdigung trennen sie sich. Ventura geht zurück nach Portugal und Aurora bringt ihre Tochter zur Welt.


Regie :
Miguel Gomes
Drehbuch :
Miguel Gomes
Mariana Ricardo
Produktion :
Komplizen Film GmbH
O Som e a Fúria
Gullane Entretenimento
Shellac Sud
Produzent/-in :
Luís Urbano
Sandro Aguilar
Kamera :
Rui Poças
Schnitt :
Telmo Churro
Miguel Gomes
Musik :
Joana Sá
Mit :
Laura Soveral (Aurora, alt)
Ana Moreira (Aurora, jung)
Teresa Madruga (Pilar)
Isabel Cardoso (Santa)
Henrique Espírito Santo (Gian Luca Ventura, alt)
Carloto Cotta (Gian Luca Ventura, jung)
Ivo Müller (Auroras Mann)
Land :
Portugal
Deutschland
Jahr :
2011