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Online vom 28. August bis zum 27. November 2017

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs dreht eine Laientruppe auf dem Dachboden eines Vergnügungslokals einen Stummfilm, der von einer gewagten Schiffsreise nach Feuerland erzählt. Dort soll die Utopie einer gerechten Gesellschaft Wirklichkeit werden. Fulminanter Theaterfilm von Ariane Mnouchkine und ihrem berühmten Théâtre du Soleil nach einem Roman von Jules Verne.

Sommer 1914. Europa steht kurz vor dem Ersten Weltkrieg, doch in der Guinguette du Fol Espoir herrscht noch die fröhliche Aufbruchsstimmung des Jahrhundertwechsels. Einige Sozialisten drehen unter der Führung des charismatischen Geschwisterpaares Jean und Gabrielle La Palette einen utopistischen Abenteuerfilm über eine Auswanderergruppe, die nach Feuerland reisen will. Die Ideale zerbrechen in der Realität wie im Film, doch die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

Es war zu erwarten, dass Ariane Mnouchkine sich bei der Adaptation von Les naufragés du Fol Espoir, das 2010 von der Truppe des Théâtre du Soleil uraufgeführt wurde, nicht mit einer simplen Verfilmung begnügte. Sie schuf vielmehr ein ganz neues Werk, das seine Vorlage um viele Lektüreebenen bereichert und in dem die Begegnung von Theater, Kino, Musik und Malerei eine unheimliche Energie freigibt. Der Film mit dem Untertitel „Aurores“ („Morgenröte“) veranschaulicht all die neuen Ideale des frühen 20. Jahrhunderts, die den Widrigkeiten des Zeitalters allerdings kaum standhalten können: Das rege kulturelle Treiben, die Erfindung des Kinematographen, die Reise der Auswanderer, die von einer gerechteren Gesellschaft träumen und die faszinierten Blicke der Kinder von heute, die diese sagenhafte Geschichte noch immer in den Bann zieht. Diese künstlerisch-politische Utopie entfaltet sich vor den Augen des Zuschauers wie eine Matrjoschka und wirkt wie eine Hommage an die gewaltige Lebensfreude, die dafür sorgt, dass die Hoffnung nie untergeht und das Leben immer wieder neu beginnt.

Besetzung und Stab
  • Autor: Hélène Cixous
  • Kamera: Bernard Zitzermann
  • Schnitt: Catherine Vilpoux
  • Musik: Jean-Jacques Lemêtre
  • Regie: Ariane Mnouchkine
  • Ton: Pascal Rousselle
  • Mit:Eve Doe-Bruce (M. Félix Courage)
    Juliana Carneiro da Cunha (Mme Gabrielle)
    Astrid Grant (Miss Mary Danaher)
    Olivia Corsini (Mlle Margerite)
    Paula Giusti (Anita)
    Alice Millequant (Suzanne)
    Dominique Jambert (Mlle Adèle)
    Pauline Poignand (Mlle Marthe)
    Marjolaine Larranaga y Aubin (Mlle Flora)
    Judit Jancso (Mlle Eszther)
    Aline Borsari (Mlle Fernanda)
    Frédérique Voruz (Mlle Victoire)
    Shaghayegh Beheshti (Stimme)
    Maurice Durozier (M. Jean LaPalette)
    Duccio Bellugi-Vannuccini (M. Tommaso)
    Serge Nicolaï (M. Louis)
    Sébastien Brottet-Michel (M. Ernest Choubert)
    Sylvain Jailloux (M. Alix Bellmans)
    Andreas Simma (Josef)
    Seear Kohi (Bonheur)
    Armand Saribekyan (M. Vassili)
    Vijayan Panikkaveettil (Ravisharanarayanan)
    Samir Abdul Jabbar Saed (Farouk)
    Vincent Mangado (Ulysse)
    Sébastien Bonneau (Jeannot)
    Maixence Bauduin (Jérôme)
    Jean-Sébastien Merle (M. Dauphin)
    Seietsu Onochi (Akira)
    Ana Amelia Dosse (Mlle Rosalia)
    Jean Jacques Lemêtre (M. Camille Bérard)
    Kathryn Lewek (Reine de la Nuit)
    Olga Pudova (Reine de la Nuit)
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2011
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