Schiffbruch mit verrückter Hoffnung

183 Min.
Verfügbar: vom 28. August 2017 bis zum 27. November 2017
Am Vorabend des Ersten Weltkriegs dreht eine Laientruppe auf dem Dachboden eines Vergnügungslokals einen Stummfilm, der von einer gewagten Schiffsreise nach Feuerland erzählt. Dort soll die Utopie einer gerechten Gesellschaft Wirklichkeit werden. Fulminanter Theaterfilm von Ariane Mnouchkine und ihrem berühmten Théâtre du Soleil nach einem Roman von Jules Verne.
Sommer 1914. Europa steht kurz vor dem Ersten Weltkrieg, doch in der Guinguette du Fol Espoir herrscht noch die fröhliche Aufbruchsstimmung des Jahrhundertwechsels. Einige Sozialisten drehen unter der Führung des charismatischen Geschwisterpaares Jean und Gabrielle La Palette einen utopistischen Abenteuerfilm über eine Auswanderergruppe, die nach Feuerland reisen will. Die Ideale zerbrechen in der Realität wie im Film, doch die Hoffnung stirbt immer zuletzt.
Es war zu erwarten, dass Ariane Mnouchkine sich bei der Adaptation von Les naufragés du Fol Espoir, das 2010 von der Truppe des Théâtre du Soleil uraufgeführt wurde, nicht mit einer simplen Verfilmung begnügte. Sie schuf vielmehr ein ganz neues Werk, das seine Vorlage um viele Lektüreebenen bereichert und in dem die Begegnung von Theater, Kino, Musik und Malerei eine unheimliche Energie freigibt. Der Film mit dem Untertitel „Aurores“ („Morgenröte“) veranschaulicht all die neuen Ideale des frühen 20. Jahrhunderts, die den Widrigkeiten des Zeitalters allerdings kaum standhalten können: Das rege kulturelle Treiben, die Erfindung des Kinematographen, die Reise der Auswanderer, die von einer gerechteren Gesellschaft träumen und die faszinierten Blicke der Kinder von heute, die diese sagenhafte Geschichte noch immer in den Bann zieht. Diese künstlerisch-politische Utopie entfaltet sich vor den Augen des Zuschauers wie eine Matrjoschka und wirkt wie eine Hommage an die gewaltige Lebensfreude, die dafür sorgt, dass die Hoffnung nie untergeht und das Leben immer wieder neu beginnt.

Besetzung und Stab

Kamera :

Bernard Zitzermann

Schnitt :

Catherine Vilpoux

Musik :

Jean-Jacques Lemêtre

Regie :

Ariane Mnouchkine

Darsteller :

Eve Doe-Bruce
Juliana Carneiro da Cunha
Astrid Grant
Olivia Corsini
Paula Giusti
Alice Millequant
Dominique Jambert
Pauline Poignand
Marjolaine Larranaga y Aubin
Judit Jancso
Aline Borsari
Frédérique Voruz
Shaghayegh Beheshti
Maurice Durozier
Duccio Bellugi-Vannuccini
Serge Nicolaï
Sébastien Brottet-Michel
Sylvain Jailloux
Andreas Simma
Seear Kohi
Armand Saribekyan
Vijayan Panikkaveettil
Samir Abdul Jabbar Saed
Vincent Mangado
Sébastien Bonneau
Maixence Bauduin
Jean-Sébastien Merle
Seietsu Onochi
Ana Amelia Dosse
Jean Jacques Lemêtre
Kathryn Lewek
Olga Pudova

Autor :

Hélène Cixous

Ton :

Pascal Rousselle

Land :

Frankreich

Jahr :

2011

Live auf ARTE Concert