Maximilian von Habsburg
Ein Kaiser für Mexiko

52 Min.
Verfügbar von 31/07/2018 bis 28/10/2018
Live verfügbar: nein

Vor rund 150 Jahren, am 10. April 1864, wurde Maximilian von Habsburg, ein Grenzgänger zwischen Traum und Wirklichkeit, als Kaiser von Mexiko zum Spielball der Weltpolitik. Nachdem der jüngere Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. mit seiner Gemahlin Charlotte nach Mexiko aufgebrochen war, endeten seine Wunschträume nach drei Jahren vor einem Erschießungskommando.

Von Kindheit an verfolgte Erzherzog Maximilian aus dem Hause Habsburg einen einzigen Wunsch: Er wollte aus dem Schatten seines älteren Bruders, des österreichischen Kaisers Franz Joseph I., hervortreten. Vor rund 150 Jahren, am 10. April 1864, schien dieser Wunsch wahr geworden zu sein – Maximilian wurde zum Kaiser von Mexiko proklamiert. Doch rasch wurde aus dem Traum des jungen Herrschers ein Alptraum. Es war der französische Kaiser Napoleon III., der ihm die mexikanische Krone anbot. Maximilian verließ im Frühling 1864 mit seiner schönen und ehrgeizigen Frau Charlotte Europa. Zu diesem Zeitpunkt durchschaute er Napoleons Intrigennetz noch nicht. Schnell jedoch stellte Maximilian fest, dass er alles andere als willkommen war und dass er einen gefährlichen Gegenspieler hatte: den mexikanischen Präsidenten Benito Juárez. Maximilian wollte sich Sympathien sichern und nahm Reformen in Angriff. Für seinen Gegner aber blieb er immer eine Marionette der Franzosen. Immer tiefer versank Mexiko unter seiner Herrschaft im Bürgerkrieg. Nach nur drei Jahren stand dann Maximilian in Querétaro vor einem Erschießungskommando. Es war das traurige Ende des letzten Kaisers von Mexiko. Der Nachwelt hinterließ Maximilian das prächtige Schloss Miramar bei Triest und das von ihm restaurierte Schloss Chapultepec in Mexiko-Stadt. Beide Gebäude erinnern noch heute an seinen außerordentlichen Kunstsinn und seinen Traum vom Herrschen.

Regie :

Franz Leopold Schmelzer

Land :

Österreich
Mexiko
Italien

Jahr :

2014

Herkunft :

ZDF