360° Geo Reportage
Die Holzfäller von British Columbia

1 Min.
Verfügbar: vom 13. November 2017 bis zum 20. November 2017
Lange galt British Columbia als El Dorado der Holzindustrie. Die einseitige Ausrichtung der Wirtschaft auf die Ausbeutung der Wälder bereitet jedoch gewaltige Probleme, und das nicht erst seit der Wirtschaftskrise. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um die Waldwirtschaft und die Wälder zu erhalten.
British Columbia im Westen Kanadas hat den weltgrößten unberührten borealen Regenwald mit mehreren hundert Jahre alten Bäumen und Regionen, die noch nie ein Mensch betreten hat. Unter dem Waldboden lagern Millionen Tonnen von Bodenschätzen wie Gold und Kohle. Das Augenmerk der Wirtschaft liegt jedoch auf dem Waldbau – dem Betätigungsfeld von Cal Marsh. Um 4.30 Uhr beginnt für ihn der Tag, denn während der Erntezeit klettern die Temperaturen in den Rocky Mountains schnell auf über 30 Grad Celsius. Eine Strapaze für die Arbeiter mit ihrer kiloschweren Ausrüstung. Dennoch konnten Cal Marsh und seine Männer lange Zeit gut von der Holzwirtschaft leben, auch nachdem in den letzten Jahren Umweltschützer zusammen mit Regierungs- und Forstvertretern Programme erarbeitet haben, die den Holzfirmen strenge Auflagen erteilen. So müssen die Firmen etwa für die Wiederaufforstung in ihrem Erntegebiet sorgen. Ein Ökomanagementsystem mit Modellcharakter. Die weltweite Wirtschaftskrise erschwert nun jedoch die Arbeit von Cal Marsh immens. Der kanadischen Holzindustrie brechen die Absatzmärkte in den USA weg. Die Folge: Die Firmen bleiben auf ihren geschlagenen Bäumen sitzen, die Maschinen werden nicht mehr ausgelastet. Hinzu kommt, dass auch die Zulieferfirmen der Region unter Druck geraten. Doch noch bleibt Cal Marsh optimistisch.

Besetzung und Stab

Regie :

Frank Mirbach
Michael Hänel

Land :

Frankreich
Deutschland

Jahr :

2009