Die Offizierskammer

126 Min.
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 27. November um 13:50
Der junge Leutnant Adrien wird beim Eintreffen der deutschen Truppen im August 1914 in Frankreich von einer Granate im Gesicht schwer verletzt. In einem Militärkrankenhaus und mit Hilfe seiner das gleiche Schicksal teilenden Kameraden findet er langsam wieder ins Leben zurück ... - Ode (2001) an die Fähigkeiten und Stärken der menschlichen Psyche. Regie: François Dupeyron
August 1914: Der junge Leutnant Adrien wird von einer Granate schwer im Gesicht verletzt. Zutiefst verängstigt und der Fähigkeit zu sprechen beraubt, findet er sich in einem Krankenzimmer für Offiziere im Militärkrankenhaus Val-de-Grâce in Paris wieder. Dort verbringt er die Kriegszeit in einem Raum, in dem es keine Spiegel gibt. Hier wird er gesund gepflegt, stets begleitet von der angstvollen Ahnung, dass sein Gesicht schwer entstellt sein muss. Allein in den schockierten Blicken der Besucher, Krankenschwestern und Ärzte spiegelt sich eine Vermutung dessen wieder, was er befürchtet. Die Anblicke seiner Mitpatienten, die das Offizierszimmer fast als Gruselkabinett erscheinen lassen, beflügeln seine Fantasie zusätzlich. Langsam kommt Adrien wieder zu Kräften und wagt eines Tages den mutigen Schritt: Er betrachtet sich in einer Fensterscheibe. Der Schock ist groß, denn seine rechte Gesichtshälfte wurde komplett zerstört, sein Mund ähnelt einer klaffenden Höhle. Voller Verzweiflung will Adrien sich das Leben nehmen, doch er bricht weinend, mit der Pistole in der Hand, zusammen. Erst durch die liebevolle Pflege der Krankenschwestern und Ärzte und der Anwesenheit der anderen Patienten lernt er nach und nach, sich zu akzeptieren. In der wohlbehüteten Welt des Offizierszimmers, in der alle Männer das gleiche Schicksal teilen, kommt Adrien wieder zu sich selbst. Doch auch die Welt außerhalb gilt es eines Tages wieder zu betreten. Dort, wo er nicht mehr nur einer unter seinesgleichen ist, sondern als entstellt und hässlich auffällt, muss Adrien die Herausforderung annehmen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden ...

Regie :

François Dupeyron

Drehbuch :

François Dupeyron

Produktion :

ARP Sélection
France 2 Cinéma

Produzent/-in :

Laurent Pétin
Michèle Pétin

Kamera :

Tetsuo Nagata

Schnitt :

Dominique Faysse

Musik :

Jean-Michel Bernard

Mit :

Eric Caravaca (Adrien)
Isabelle Renauld (Marguerite)
Denis Podalydès (Henri)
André Dussollier (Arzt)
Grégori Derangère (Pierre)
Sabine Azéma (Anaïs)
Géraldine Pailhas (Clémence)
Jean-Michel Portal (Alain)

Autor :

Marc Dugain

Land :

Frankreich

Jahr :

2001

Herkunft :

ARTE F