ARTE ReportageSyrien: Auf der Flucht aus Idlib

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52 Min.
Verfügbar vom 13/03/2020 bis 13/04/2020

(1) Neun Jahre nach dem Beginn der Revolution in Syrien ist Idlib die letzte schwer umkämpfte Region. Eingeklemmt zwischen der türkischen Armee und der Armee des Diktators Assad, versuchen die Bürger in der Region irgendwie zu überleben. Oder sie flüchten. (2) Seit hundert Jahren schon, also seit in der Gegend Kohle abgebaut wird, brennt die Erde in der indischen Region Jharia.

(1): Syrien: Auf der Flucht aus Idlib
Neun Jahre nach dem Beginn der Revolution in Syrien ist Idlib die letzte schwer umkämpfte Region der Rebellen.
Eingeklemmt zwischen der türkischen Armee auf der einen Seite und der Armee des Diktators Assad auf der anderen, versuchen die Bürger in der Region Idlib, irgendwie zu überleben – wer fliehen kann, der flieht vor den Bomben des Regimes, das unterstützt wird von Russland und dem Iran. Die UNO spricht inzwischen von „der größten menschlichen Horror-Geschichte des 21. Jahrhunderts“: Seit dem Beginn der Kämpfe um Idlib im Dezember vergangenen Jahres sind gut eine Million Menschen geflohen, 80% der Geflüchteten sind Frauen und Kinder. Die ARTE-Reporter sind auch Syrer; sie fuhren zu den Trecks der Geflüchteten aus Idlib und begleiteten die verzweifelten Menschen auf ihrem Weg in eine neue Ungewissheit.
(2): Indien: Die flammenden Flöze von Jharia
Seit hundert Jahren schon, also seit in der Gegend Kohle abgebaut wird, brennt die Erde in der Region Jharia.
Niemand hier scheint in der Lage, diese unterirdischen Feuer zu löschen, die das Leben einer halben Million Inder bedrohen. „Überall gibt es nur das: Kohleminen und Brände, Rauch und Staub.” Die regionalen Umweltbelastungen sind hoch. Wir sind in der Region Jharia im Nordosten Indiens, westlich von Kalkutta. Auf einer Fläche von 700 Quadratkilometern liegt dort eines der bedeutendsten Kohlevorkommen weltweit. Der Steinkohlebergbau fördert einerseits die Kohlebrände, da er dem Luftsauerstoff Zutritt zur Kohle verschafft, andererseits beeinträchtigen die Brände den Fortgang des Bergbaus.
Um zu überleben, klauben die Einwohner Kohlebrocken von Hand auf – zu Fuß zwischen riesigen Fördermaschinen und Kippern. Ein oder zwei Euro am Tag können sie mit dieser gefährlichen Arbeit verdienen. Der Rauch der Brände verursacht bei den Bewohnern des dicht besiedelten Gebietes Lungen- und Krebserkrankungen. Vor zehn Jahren hat die indische Regierung für eine Milliarde Euro ein großes Umsiedlungsprogramm für 80.000 Menschen aufgelegt. Nur 2.000 Menschen sind dem Umzug in eine Schlafstadt zehn Kilometer weiter gefolgt.


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ARTE