ARTE ReportageRussland: Feuer und Fluten in Sibirien

53 Min.

Russland: In Sibirien brannten die Wälder und Flüsse traten über die Ufer –  nun beginnen sich auch die Menschen in Russland Fragen über den Klimawandel und die Ausbeutung der scheinbar unermesslichen Wälder zu stellen. / 500.000 Exil-Iraner leben in Los Angeles, in Beverly Hills und Westwood, sie nennen L.A. deshalb gerne "Teherangeles". 

(1): Russland: Feuer und Fluten in Sibirien
In Sibirien brannten die Wälder, und Flüsse traten über die Ufer – der Klimawandel beunruhigt nun auch die Russen.
Einen Monat lang lagen die Temperaturen in manchen Regionen Sibiriens ungewöhnlich hoch, um die 35 Grad, es regnete kaum und der Wind blies stetig in die „richtige“ Richtung. So kam es, dass die ersten kleinen Brände in diesem Jahr zu gewaltigen Feuerstürmen anschwollen. Der Rauch wehte bis weit in die Dörfer und Städte, doch die Behörden reagierten langsam, sprachen zunächst nur von üblichen saisonalen Feuern, ehe sie – viel zu spät – die Brände zu bekämpfen begannen. Insgesamt brannten dieses Jahr 10 Millionen Hektar in Russland, davon allein 3 Millionen vor allem am Rande der Arktis. Tausende Kilometer weiter in Sibirien führte unter anderem die Abholzung der Wälder an Flussufern zu gewaltigen Überschwemmungen mit über 30 Toten und Vermissten sowie Tausenden zerstörten Häusern. Nun beginnen sich auch die Menschen in Russland, Fragen zu stellen, über den Klimawandel und die Ausbeutung der scheinbar unermesslichen Wälder Sibiriens.
(2): USA: L.A. - Die andere Hauptstadt der Iraner
500.000 Exil-Iraner leben in Los Angeles, in Beverly Hills und Westwood; deshalb nennen sie L.A. gerne „Teherangeles“.
„Teherangeles“ in Kalifornien ist die größte Gemeinde von Exil-Iranern in der Welt. Einige kamen schon vor der Revolution von 1979; sie waren vor dem Schah und seiner Diktatur geflohen. Die meisten aber trieb der neue Gottesstaat unter Ajatollah Chomeini ins Exil. Nun lebt in Los Angeles bereits die zweite Generation, die Kinder der Exilanten, die noch nie die Heimat ihrer Eltern mit eigenen Augen sahen. Sie alle aber beobachten sehr genau, wie die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wachsen, durch die Politik des neuen Präsidenten Donald Trump – manche Exil-Iraner lieben, andere hassen Trump dafür. Einig sind sich die meisten nur in ihrer Wut auf das Regime der Mullahs und in ihrer Hoffnung, dass es irgendwann gestürzt werden wird: Sie fühlen sich nach den vielen Jahren in Kalifornien zwar alle als Amerikaner, aber sie träumen auch noch immer von einer Rückkehr in die alte Heimat.     


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ARTE