ARTE Reportage

USA: Kalifornien - Paradise ist abgebrannt

52 Min.
Verfügbar vom 02/03/2019 bis 31/03/2019
USA: 14 Milliarden Euro Schaden verursachte das sogenannte "Camp Fire" im November vergangenen Jahres in Kalifornien. Doch Präsident Donald Trump leugnet weiterhin den Klimawandel. - Simbabwe: Junge Leute nehmen die scheinbar unausrottbare Willkür und Korruption ihrer neuen Regierung satirisch aufs Korn. So soll Widerstand gegen die (neue) Diktatur im Land geleistet werden.

(1): USA: Kalifornien - Paradise ist abgebrannt
Das tödlichste Feuer in Kaliforniens Geschichte verbrannte in der Stadt Paradise 85 Menschen, 18.000 Häuser und 62.000 Hektar Erde: Auf umgerechnet 14 Milliarden Euro schätzen die Versicherungen den Schaden nach dem sogenannten „Camp Fire“ im November vergangenen Jahres. Schuld am Desaster ist unter anderem auch der Klimawandel, den der Präsident der USA, Donald Trump, noch immer hartnäckig  leugnet.
Die feuergefährliche Trockenzeit ist heute fast drei Monate länger als noch 1990 – Büsche und Bäume brennen am Ende so leicht wie Zunder - ein Funke genügt. Beim „Camp Fire“ war es wohl ein Defekt an einer Stromleitung. Eines aber können Trump und seine Republikaner nicht von der Hand weisen: Alle Feuer zusammen genommen, war 2018 ein Rekordjahr in punkto verbrannter Fläche und zerstörter Menschenleben in Kalifornien. Dort regieren die Demokraten. Für sie sind das Feuer und der Klimawandel mit Sicherheit ein Thema, wenn es darum geht, am 3. November 2020 den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu wählen.
(2): Simbabwe: Lieber lachen als weinen
Junge Leute nehmen die scheinbar unausrottbare Willkür und Korruption ihrer neuen Regierung satirisch aufs Korn: Gut ein Jahr nach dem Sturz des fast vier Jahrzehnte regierenden Diktator Robert Mugabe hat sein Nachfolger Emmerson Mnangagwa, einst Mugabes rechte Hand, bereits sämtliche Hoffnungen seines Volks auf eine Wende in Politik und Wirtschaft enttäuscht. Simbabwe sinkt immer tiefer in die Wirtschaftskrise: Arbeitslosigkeit, Korruption, Inflation und Mangelwirtschaft – das Land steht kurz vor dem Konkurs. Als die Regierung Anfang Januar auch noch den Preis fürs Benzin verdoppelte, strömten die Leute aus Protest auf die Straße und riefen den Generalstreik aus. Doch das Regime Mnangagwas schlug brutal zurück: Sie stellten das Internet ab, verhafteten hunderte Demonstranten und ließen sogar auf die Menge schießen.
Doch der Widerstand formierte sich schnell: Eine Handvoll junger Leute in der Hauptstadt machen aus Humor und Satire eine Waffe, um die Willkür und die Korruption ihrer Regierung anzuprangern. Es gelingt ihnen, die Simbabwer mit ihren Witzen zu erreichen und zu erheitern – als Teil einer neuen Generation des Widerstands gegen die Diktatur in ihrem Land. 

 


Land :

Frankreich

Jahr :

2019

Herkunft :

ARTE