ARTE Reportage
Senegal: Eine Insel versinkt

52 Min.
Verfügbar von 13/08/2018 bis 19/08/2018
Live verfügbar: ja

(1) Senegal: Eine Insel versinkt - Wer noch am Klimawandel zweifelt, sollte in den Senegal fahren. Dort versinkt die Insel Carabane. (2) Sambia: Ein Rad gewinnt - 300 000 Räder hat die US-Hilfsorganisation "World Bicycle Relief" in sechs afrikanische Länder verkauft oder gespendet. Das Rad soll helfen, die regionale Wirtschaft anzukurbeln - auch im kleinsten Flecken.

(1): Senegal: Eine Insel versinkt
Der amerikanische Präsident Donald Trump hätte auf seine Berater hören sollen, als er am 1. Juni den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündete. Aber er hält das alles ja für eine chinesische Verschwörung, die der Wirtschaft der USA schaden soll. Dabei könnte er am gegenüberliegenden Ufer des Atlantiks sehen, wie etwa im Süden des Senegal das Meer steigt und es allmählich die Insel Carabane an der Mündung des Flusses Casamance verschlingt. Das Meer nagt heftig an den Ufern, Häuser stürzen ein und Bäume fallen, das Grundwasser wird immer salziger. Die Ernten werden immer magerer, vor allem in den letzten drei Jahren haben sich die Lebensbedingungen der Menschen auf Carabane immer mehr verschlechtert. Der Senegal ist ein armes Land, deshalb scheitern hier sowohl der Bau von Deichen als auch die Aufforstung zur Befestigung der Ufer an den Kosten.
(2): Sambia: Ein Rad gewinnt
Vor knapp vier Jahren berichtete "ARTE-Reportage" über die gute Idee der Hilfsorganisation "World Bicycle Relief", ein simples aber sehr stabiles Rad für Afrika zu bauen – konzipiert für schwerste Lasten und brutalste Pisten. Das Ganze in Afrika zusammengebaut, und zum Teil mit Hilfe von Spenden an die verschenkt, die sich ein Rad nicht leisten können – Schüler etwa oder Krankenstationen auf dem Land. Damals hatten sie gerade 100.000 Buffalo-Räder auf dem ganzen Kontinent verkauft und gespendet. Man sah schon, wie sehr so ein Rad etwa Bauern das Leben erleichtert, wenn sie ihre Milch auf dem Gepäckträger mal eben zur Molkerei fahren können, ehe sie sauer wird. Das Rad sollte helfen, die regionale Wirtschaft anzukurbeln, auch im kleinsten Flecken. Das ist gelungen: Vier Jahr später erfuhr der ARTE-Reporter, dass "World Bicycle Relief" inzwischen in sechs Ländern Afrikas insgesamt 300.000 Fahrräder verkauft und verteilt hat. Und er fand auch die Menschen wieder, die vor vier Jahren so glücklich waren über ihr neues Rad – die meisten haben es genutzt, ihre Lage bis heute zu verbessern.

Land :

Frankreich

Jahr :

2016

Herkunft :

ARTE