Orlacs Hände

95 Min.
Verfügbar vom 25/02/2019 bis 26/03/2019 Letzter Tag
Bei einem Unfall verliert der Pianist Paul Orlac seine Hände. Um ihm weiterhin das Klavierspielen zu ermöglichen, transplantiert man ihm die Gliedmaßen eines Hingerichteten. Als Orlac erfährt, wem seine neuen Hände einst gehört haben, packt ihn die Angst ... - Restaurierte Fassung eines der bedeutendsten Werke (1924, Regie: Robert Wiene) des Spätexpressionismus
Nur knapp überlebt der berühmte Konzertpianist Paul Orlac ein schweres Zugunglück. Eine Notoperation rettet sein Leben, doch nicht seine Hände. Orlacs Frau fleht den Arzt an, eine Lösung zu finden, bedeuten dem Virtuosen diese Hände doch „mehr als sein Leben“. So transplantiert man Orlac die Hände eines kürzlich Verstorbenen – eines Mannes namens Vasseur, der als Mörder für eine grausame Tat hingerichtet wurde. Operation und Heilung verlaufen reibungslos. Doch als Orlac erfährt, dass er die Hände eines Verbrechers trägt, wird er von der quälenden Vorstellung heimgesucht, unter Vasseurs unheilvollem Einfluss zu stehen. Als sein eigener Vater tot aufgefunden wird – erstochen mit einem Dolch, der einst Vasseur gehörte und auch dessen Fingerabdrücke trägt – droht Orlac den Verstand zu verlieren. Gehorchen ihm seine neuen Hände, oder sind sie noch immer die Instrumente eines Verbrechers, zu dem er nun geworden ist? Letzten Endes aber triumphiert der Rationalismus, und Orlac kann Ruhe finden: Die Polizei klärt den Mord als die Tat eines gerissenen Verbrechers auf, der für den Mord an Orlacs Vater ebenso verantwortlich ist wie für die Tat, wegen der Vasseur hingerichtet wurde. Am Ende wird der moderne Mensch Orlac also von seinen Seelenqualen erlöst. Von der zeitgenössischen Kritik wurde der Film fast einhellig als der wichtigste deutschsprachige Film der Jahre 1924/25 gefeiert. Gelobt wurden vor allem die gelungene Synthese von Phantastischem und Realem, die genaue und plausible Schilderung der psychologischen Motive und die überdurchschnittliche Leistung der Schauspieler.

Regie :

Robert Wiene

Drehbuch :

Ludwig Nerz

Produktion :

Pan Films

Produzent/-in :

Karl Ehrlich

Kamera :

Hans Androschin
Günther Krampf

Musik :

Johannes Kalitzke (2017)
Stuttgarter Kammerorchester (2017)

Mit :

Conrad Veidt (Paul Orlac)
Alexandra Sorina (Yvonne Orlac)
Fritz Strassny (Orlac als alter Mann)
Paul Askonas (Diener)
Carmen Cartellieri (Regine)
Hans Homma (Dr. Serral)
Fritz Kortner (Nera)

Autor :

Maurice Renard

Restaurierung :

Filmarchiv Austria

Land :

Deutschland

Jahr :

1924

Herkunft :

ZDF