Marius und Jeannette

98 Min.
Verfügbar vom 13/03/2019 bis 12/04/2019

Im Hafenviertel von Marseille lernen sich die lebhafte Kassiererin Jeannette und der wortkarge Wachmann Marius kennen und lieben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint das Glück des ungleichen Paares perfekt. Doch Marius hat ein trauriges Geheimnis ... - Ein ergreifender Blick auf das Leben in einem Arbeiterviertel der Hafenstadt mit brillanten Schauspielern.

Als Kassiererin in einem Supermarkt hat es die alleinerziehende Jeannette nicht leicht, sich und ihre beiden Kinder über Wasser zu halten. Von ihrem bescheidenen Häuschen im Hafenviertel von Marseille bröckelt der Putz, und so stiehlt sie zwei Eimer Farbe in einer stillgelegten Zementfabrik. Dabei wird sie von einem Wachmann erwischt, dem wortkargen, groβ gewachsenen Marius, der sie laufen lässt, obwohl Jeannette ihn heftig beschimpft. Am nächsten Tag steht er überraschenderweise vor ihrer Tür und bietet an, ihr beim Streichen zu helfen. Der aufmüpfigen Jeannette wird kurz darauf im Supermarkt gekündigt, als sie dort ihrer Meinung freien Lauf lässt. Von nun an sieht sich das ungleiche Paar immer öfter: Mal in Marius’ spartanischer Behausung auf dem Fabrikgelände, mal umringt von sämtlichen Nachbarn in Jeannettes Hof: Die lebenskluge Caroline und ihr gebildeter Verehrer Justin sowie das ständig streitende Ehepaar Dédé und Monique stehen Jeannette stets mit Rat und Tat zur Seite. Sie akzeptieren den neuen Mann in ihrem Leben. Und auch Jeannettes Kinder, die 17-jährige Magali und der zehnjährige Malek schließen Marius schnell ins Herz. Doch bis die beiden Liebenden wirklich zueinander finden, müssen sie noch einige Hindernisse überwinden. Beide vom Leben enttäuscht, können sich Marius und Jeannette nicht so schnell auf eine neue Beziehung einlassen. Nach dem Meistern der ersten Schwierigkeiten scheint dem Glück der beiden nichts mehr im Wege zu stehen. Doch Marius hat noch etwas auf dem Herzen, das ihn daran hindert, sein Leben zum Tanzen zu bringen.
In „Marius und Jeannette“ ist es das Hafenviertel L’Estaque, dessen geschäftigen, von Fabriken umgebenen Hafen die Impressionisten und Kubisten Anfang des 20. Jahrhunderts malten und so berühmt machten. Heute ist L’Estaque immer noch das Viertel der kleinen Leute, ein Mikrokosmos, der im Film durch die Hofgemeinschaft verkörpert wird. „Da wird eine Idylle beschworen, wie sie nur unter der Sonne des Midi denkbar ist“ (Michael Althen, Süddeutsche Zeitung, 19. 01. 1998).

Regie :

Robert Guédiguian

Drehbuch :

Jean-Louis Milesi
Robert Guédiguian

Produktion :

Agat Films & Cie
La Sept Cinéma

Produzent/-in :

Gilles Sandoz
Robert Guédiguian
Malek Hamzaoui
Pierre Chevalier

Kamera :

Bernard Cavalié

Schnitt :

Bernard Sasia

Musik :

Jacques Menichetti

Mit :

Ariane Ascaride (Jeannette)
Gérard Meylan (Marius)
Laetitia Pesenti (Magali)
Miloud Nacer (Malek)
Pascale Roberts (Caroline)
Frédérique Bonnal (Monique)
Jean-Pierre Darroussin (Dédé)
Jacques Boudet (Justin)

Land :

Frankreich

Jahr :

1997

Herkunft :

ARTE F