Zum Erreichen der Klimaziele ist ein tiefgreifendes Umdenken in unserem alltäglichen Konsumverhalten erforderlich. Auf der Tagesordnung des Sondergipfels stehen daher zum Beispiel die Energieerzeugung, die Organisation unserer Städte und die Nahrungsmittelproduktion. Ein vielversprechender Lösungsansatz: Im Einklang mit der Natur wirtschaften, anstatt die Erde wie ein Wegwerfprodukt auszunehmen. Zu diesem Zweck sollen internationale Finanzströme zugunsten nachhaltiger Wirtschaftsmodelle umgeleitet werden.
In der EU gibt es mit Polen, Ungarn und Tschechien nur noch drei Länder, die dem Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 nicht zustimmen. Auch in Indien und China sieht Guterres Fortschritte. Dort gebe es zum Beispiel einen Trend zu erneuerbaren Energien, wie etwa der Solarenergie. Die mangelnde Mitwirkung einiger Staaten, wie etwa der USA, die unter Trump das Klimaabkommen von Paris verlassen haben, kann laut Guterres durch Aktivitäten an anderer Stelle teilweise aufgefangen werden. So tragen im föderalen Amerika einzelne Bundesstaaten, wie z.B. Kalifornien oder New York, mit Klimabeschlüssen weiterhin ihren Teil zum notwendigen Wandel bei. Viele Weichen werden dezentral gestellt. Große Städte, Regionen und Unternehmen treffen ihre eigenen Umweltentscheidungen, ebenso wie Banken und Investmentfonds, die sich aus der Finanzierung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen zurückziehen.
Greta Thunberg ihrerseits trifft in Washington nicht Trump, sondern Ex-Präsidenten Barack Obama. Während Trump immer wieder anzweifelt, ob der Klimawandel tatsächlich von uns Menschen verursacht wird, stellt sich sein Vorgänger klar hinter die Forderungen der Klimaaktivisten.