Die Zungen von den Künstler lösen sich

Nach Arturos Beerdigung hat sich ein kleiner Kreis von Künstlern in einer Galerie getroffen, in der einige Werke von Jakob ausgestellt waren.

Ich kam mit etwas Verspätung an. Erst gab es ein paar Reden und dann einen kleinen Drink. Vor allem Aldo Berg, der Galerist und ein enger Freund von Arturo, hat das Wort ergriffen. Ich hatte eigentlich einen skrupellosen Geier erwartet und war gerührt, diesen verlorenen alten Mann zu sehen. Für ihn schien eine Welt zusammengebrochen zu sein, er wirkte orientierungslos. Das Schicksal hat sich gegen ihn verschworen. Man sagte mir, dass er sich gestern oder vorgestern den Finger böse in einer Tür eingeklemmt habe.

Danach hatten sie eine Art eigentümliche Andacht organisiert, sozusagen im Sinne dessen, was Arturo gefallen hätte: ein Austausch in kleinen Gruppen zur Bedeutung dieses Verlusts. Aber das lief leider schlecht. Die Zungen lösten sich, und alle fingen an, sich anzuschnauzen. Die Paranoia, die den ganzen Tag zurückgehalten worden war, brach heraus. Und zwar aus gutem Grund. Die Spirale ist zu einer unkontrollierbaren Tötungsmaschine geworden.

Ich habe mich nicht getraut, das mit meiner Kamera zu filmen, aber ich habe drei Aufnahmen mit dem Handy gemacht.

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