Rovaniemi

Rovaniemi, Stadt der Rentiere, dort, wo der Weihnachtsmann wohnt – oder arbeitet, wenn man Kari Väänänen glauben möchte. Hier endet eine fabelhafte Reise durch Eine Nacht, die keine war. 950 Kilometer, 13 Stunden, 97 Lieder und gefühlte 700 Gespräche später hält der Zug endgültig.

Die erschöpfte Crew vom finnischen Fernsehen feiert sich selbst.

 

Rund 1000 Rovaniemianer feiern den sonnigen Mittsommermorgen.Vielleicht ist auch Lordi dabei. Der finnische Grand-Prix-Sieger von 2006 wohnt hier oben am Polarkreis. Der Clou mit der Gruselmaske erwies sich als ziemlich klug: Lordi arbeitet weiterhin unentdeckt als Sonderschullehrer, wie er tatsächlich aussieht, wissen die Wenigsten.

“Es war beeindruckend, wie viele Leute den Zug begleitet haben, wie viele Leuten uns an den Stationen erwartet haben”, sagt Moderatorin Ella Kanninen. “Damit hat niemand von uns gerechnet.”

Und das in der “heiligen” Mittsommernacht, in der die Finnen aus den Städten flüchten aufs Land, große Feuer anzünden und gemeinsam in die Sauna gehen. Für die Zugreisenden war in diesem Jahr alles anders. Nur der Alkohol floss auch im Zug in unkalkulierten Mengen. Das gehört zu Mittsommer einfach dazu.

A propos Alkohol: Wie kommt eigentlich Kari Väänänen nach Hause? frage ich ein Crew-Mitglied. “Er hat sein Auto hier stehen”, sagt sie. “Aber ich glaube, er ist das gewohnt.” Nicht nur an Mittsommer.

Kategorien: Meine Reise durch die Mittsommernacht · Mittsommer

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