Österreich: Kriminalschriftsteller Alfred Komarek mit Toleranz-Preis ausgezeichnet

„Ein wenig ist der Preis vergleichbar mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels,“ erklärt Alfred Komarek in Hamburg am Vorabend des 11.11.2011, bei aller Bescheidenheit nicht ohne Stolz. „Morgen muss ich um 11 in Wien sein.“ Da bekommt der Erfinder des Landgendarmen Simon Polt den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels. Ausgezeichnet werden „Toleranz in Denken und Handeln“. Aus der Begründung der Jury: „Alfred Komareks Kriminalromane sind immer auch als Plädoyers für Toleranz und Menschlichkeit im Umgang mit Justiz und Verbrechen zu verstehen – nicht in dem Sinn, dass Komarek Verbrechen beschönigen oder gar gutheißen würde, aber insofern, als er nachdrücklich darauf hinweist, dass eine eindimensionale, bloß am Buchstaben des Gesetzes ausgerichtete Sichtweise auf das Verbrechen nicht ausreichend ist, um die menschliche Dimension beider Seiten zu erfassen.“, begründet die Jury die Wahl des diesjährigen Ehrenpreisträgers.

Eine glänzende Entscheidung. Komarek ist etwas Seltenes gelungen. In seinen  Kriminalromanen um Simon Polt bringt er eine bemerkenswerte Landschaft, das Weinviertel, mit ihrer Geschichte, ihren Brüchen und ihren Menschen und Eigentümlichkeiten zur Sprache. Gratulation!

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