Teufelsjagd

In der letzten Sendung hörten Sie in unserer Rubrik “die Lautmalerei” erschrockene Ausrufe, die Deutsche und Franzosen machen, wenn ein Teufelchen aus einer Kiste springt. Um die Lautmalerei zu illustrieren, mussten wir ihn natürlich filmen, diesen Teufel. Also mussten wir einen kaufen. Und schon hatten wir ein Problem. Wir wollten nämlich nicht irgendeinen “Jack in the box” aus dem Spielzeugladen, sondern einen gebrauchten, mit einem Teufel darin, der ein bisschen Angst macht. 

Ich sage es Ihnen gleich, an der  Teufelsjagd haben sich Generationen von Assistenten und Praktikanten die Zähne ausgebissen. Entweder war die Box zu modern, oder das, was heraussprang war zu niedlich, es gab immer etwas auszusetzen.

 

 

Diesen wollten wir zum Beispiel nicht. Und weil der Markt für antike Springteufel begrenzt ist, verwandelte sich der Kauf einer banalen Requisite nach ein paar Monaten in die Suche nach dem Heiligen Graal.

 

Der glückliche Auserwählte, der Assistent, der das Ding schließlich fand und dem die Redaktion seitdem ewigen Dank schuldet, heißt Laurent Berthomieu. Ihm gelang es, über einen Antiquitätenhändler aus dem Internet einen Kontakt zu einem Frisör herzustellen, der eine Springteufelsammlung hat. Der Frisör, ein knallharter Geschäftsmann, hat uns seinen Teufel schließlich vermietet, denn 400 Euro schienen uns für ein Spielzeug, dass man eine Sekunde lang im Bild sieht, dann doch ein bisschen teuer. 

 

Sehen Sie hier die Dreharbeiten, bei denen Laurent die schöne Rolle zukommt, den Deckel aufspringen zu lassen. 

 

Kategorien: Making of

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