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BARBRA STREISAND: DIE KÄMPFERIN

Barbra Streisand wird am 24. April 75 Jahre alt. Auch im Alter engagiert sie sich noch sozial und politisch – unter anderem gegen den US-Präsidenten Donald Trump.

© Getty Images

Anfang März schickte Barbara Streisand einen Tweet ab: „Wegen Donald Trump nehme ich an Gewicht zu. Ich starte mit Flüssigkeiten in den Tag, aber nach den Morgennachrichten esse ich Pfannkuchen, die in Ahornsirup ertrinken.“

Anlass für den Tweet war der „National Pancake Day“ – und er wurde sicher mit einem Augenzwinkern geschrieben. Streisands Engagement gegen den US-Präsidenten allerdings ist alles andere als scherzhaft. Über die sozialen Medien, in Artikeln und Reden hat sich die Schauspielerin und Sängerin bereits kritisch über seine Politik geäußert. Ein Gastbeitrag für die Huffington Post, der im Januar pünktlich zur Vereidigung des Präsidenten erschien, trägt die Überschrift: „Ahnungslos, rücksichtslos, würdelos, kopflos und herzlos: unser gewählter Präsident“. „Ich mache mir große Sorgen um unser Land und die Welt“, schrieb sie darin.

Sie sprang Meryl Streep zur Seite

Nur eine Woche, bevor der Beitrag in der Huffington Post erschien, solidarisierte sich Streisand mit Schauspielkollegin Meryl Streep. Die hatte bei den Golden Globes eine emotionale Rede gehalten, in der sie Stellung gegen Donald Trump bezog. Der US-Präsident reagierte prompt: Meryl Streep sei eine völlig überschätzte Schauspielerin, ließ er über Twitter verlauten. Über die Rede und Trumps Reaktion darauf sagte Streisand: „„Ich stimme mit Meryl vollkommen überein (…) Wir benötigen mehr Güte und Mitgefühl in dieser Welt. Wie er darauf reagiert hat, was er geantwortet hat und wie er jeden, der ihm nicht zustimmt, beleidigt, das ist skandalös.“

Schon immer Kämpferin

Streisands Engagement ist nicht erst mit ihrem Groll über Trump aufgekeimt. Schon immer hat sie Haltung zu politischen Themen bezogen. So wurde sie etwa zu einer Ikone der Schwulenbewegung. Außerdem kämpft Streisand seit vielen Jahren für Frauenrechte und unterstützt karitative Organisationen. Ihr Wille, für die gute Sache und gegen Missstände zu kämpfen, ist in ihren eigenen Erfahrungen begründet. Ihre Karriere definierte sich immer aus dem Kampf gegen Zweifler und Widerständler. Die größte Kontrahentin war die eigene Mutter, eine begabte Sopranistin, die die Familie nach dem Tod des Vaters allerdings als Buchhalterin durchschlagen musste. Wohl aus eigenen enttäuschten Hoffnungen heraus riet sie der Tochter vom Showbusiness ab. „Ich habe ihr meine Laufbahn zu verdanken“, sagt Streisand rückblickend. „Ich versuchte ihr immerzu zu beweisen, dass ich es schaffen würde.“

Den ganzen Artikel über Barbra Streisand lesen Sie im aktuellen ARTE Magazin.

Rüdiger Sturm, Carla Baum

ARTE Soirée

Ein Abend mit Barbra­ Streisand: Am 24. April­ wird die Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin 75 Jahre alt. ARTE zeigt ein Drama und einen Dokumentarfilm über die Ikone.

So wie wir waren
Drama
Sonntag, 16. April, 20.15 Uhr

Barbra Streisand – Geburt einer Diva</strong>
Dokumentarfilm
Sonntag, 16. April, 22.10 Uhr

Kategorien: April 2017