Falbalas - Sein letztes Modell

Kino -
107 Min.
  • SENDETERMINE UND VERFÜGBARKEIT Offen

    • Sendetermine:
    • Montag, 10. April um 22.15 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online verfügbar: nein

    Mich per E-Mail erinnern

    Stunden vor der nächsten Ausstrahlung dieses Programms eine E-Mail als Erinnerung.

    ARTE garantiert, dass die angegebene E-Mail-Adresse nur für den Versand dieser Erinnerungsmail verwendet wird.

Dritter Spielfilm (1944) von Jacques Becker, der auch am Drehbuch mitwirkte. Der Schüler Jean Renoirs war während des Zweiten Weltkriegs Mitglied des Comité de Libération du Cinéma Français, welches Propagandafilme für den französischen Widerstand drehte. "Falbalas - Sein letztes Modell" ist Beckers erstes nach Kriegsende erschienenes Werk.

Der talentierte und angesagte Modedesigner Philippe Clarence hat alle Hände voll zu tun, denn die nächste Kollektion soll bald vorgestellt werden. Täglich arbeitet er mit Modellen, die alle nach seiner Anerkennung streben, und verkehrt mit Kundinnen, die sein Talent bewundern. Das nutzt Philippe, ein regelrechter Playboy, aus – sehr zum Leidwesen der Frauen. Als sein Freund Daniel ihn bittet, seine Verlobte Micheline auszuführen, behält Philippe ohne Hintergedanken seine charmante Routine bei. Doch nach der Begegnung ist ihm klar, dass er mehr will. Es kommt zur Affäre, und zum ersten Mal in seinem Leben ist es Philippe, der seiner Partnerin verfällt. Er möchte sein unstetes Leben hinter sich lassen und mit Micheline wegziehen, doch diese steht unentschlossen zwischen ihrem Verlobten, den sie nicht liebt, und einem unzuverlässigen, aber leidenschaftlichen Lebemann, den sie gerade erst kennengelernt hat. Sie trifft eine dritte Entscheidung – mit schwerwiegenden Folgen. In seinem Drama setzt Jacques Becker (1906-1960) eindrucksvoll die sich entwickelnde Gefühlswelt eines Playboys in Szene und rechnet zugleich mit der undankbaren und oberflächlichen Modeindustrie ab. Das wiederkehrende Motiv einer fast menschlich erscheinenden Puppe im Wechselspiel mit den lebendigen Modellen bewirkt eine unbehagliche Darstellung der Welt der Haute Couture, durch die der menschliche Körper wie ein totes Medium behandelt und zum Objekt wird.

Besetzung und stab
  • Kamera:Nicolas Hayer
  • Schnitt:Marguerite Houllé-Renoir
  • Musik:Jean-Jacques Grünenwald
  • Produktion:Essor Cinématographique Français
  • Produzent/-in:André Halley des Fontaines
  • Regie:Jacques Becker
  • Drehbuch:Maurice Aubergé, Jacques Becker, Maurice Griffe
  • Mit: Raymond Rouleau (Philippe Clarence)
    Micheline Presle (Micheline Lafaurie)
    Jean Chevrier (Daniel Rousseau)
    Gabrielle Dorziat (Solange)
    Jeanne Fusier-Gir (Paulette)
    Françoise Lugagne (Anne-Marie)
  • Land:Frankreich
  • Jahr:1944
  • Herkunft:ARTE F
Kommentare (0)