Kurzschluss - Das Magazin

Sondersendung "Kurzfilmfestival von Clermont-Ferrand"

Kino -
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 9. Februar um 0.40 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 8. Februar bis zum 15. Februar 2017

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Diese Woche: (1) Bei den Dreharbeiten von "Auf der Jagd", dem neuesten Film von Akihiro Hata (2) Im Rahmen des Kurzfilmfestivals von Clermont-Ferrand 2017 widmet sich die Sektion Panorama dem kolumbianischen Kurzfilm. "Kurzschluss" spricht mit zwei Kennern der Szene: Antoine Sebire, ehemaliger Attaché in Bogota für Audiovisuelle Kunst und Franco Lolli, kolumbianischer Filmemacher.

(1): Auf der Jagd

Kurzfilm von Akihiro Hata, Frankreich 2016, Erstausstrahlung

Anaïs ist Anfang 20 und arbeitet mit ihrem Vater auf dessen Bauernhof, der sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Als ihnen ein Düngerverteiler gestohlen wird, den sie sich ohne Erlaubnis von der Kooperative ausgeliehen hatten, kommen sie in Bedrängnis. Ein anderer Bauer wirft ihnen vor, das Gerät verkauft und den Gewinn eingestrichen zu haben. Anaïs wehrt sich mit allen Kräften gegen die Anschuldigungen. Sie versucht, den Betrieb am Laufen zu halten und gleichzeitig ihren Vater zu motivieren, der aufgeben und den Hof verkaufen will. Auf der Suche nach dem wahren Schuldigen freundet sie sich mit dem Saisonarbeiter Bruno an, den sie verdächtigt, hinter den Diebstählen zu stehen.

Der gebürtige Japaner Akihiro Hata hat in Frankreich an der Pariser Filmhochschule Fémis studiert, wo er 2010 seinen Abschluss im Fach Regie machte. Während seines Studiums entstanden die Filme „Là où on disparaît“ und „El Pozo“. Im Rahmen der Masterclass zwischen der Fémis und der Filmhochschule Ludwigsburg entstand 2011 sein Kurzfilm „Küsten“. Weitere Filme von ihm sind „Quelque part à l’Est de Paris“ (2013) und „Les invisibles“ (2014).

(2): Making of – Auf der Jagd  

"Kurzschluss - Das Magazin"  war bei den Dreharbeiten von „Auf der Jagd“, dem neuesten Film von Akihiro Hata, mit dabei.

(3): Totems

Animationsfilm von Paul Jadoul, Frankreich/Belgien 2015, Erstausstrahlung

Ein Holzarbeiter ist in einem Waldstück damit beschäftigt, mehrere große Bäume zu fällen, als er plötzlich mit der Motorsäge abrutscht und stolpert. Der fallende Baum begräbt sein Bein unter sich. In seinem Schmerz und seiner Not setzt er seine tierischen Urinstinkte ein, um sich aus der Falle zu befreien. Nach und nach verwandelt er sich so in verschiedene wilde Tiere, um der Gewalt der Natur zu trotzen.

Paul Jadoul, Jahrgang 1984, studierte Plastische und Visuelle Kunst an der Staatlichen Hochschule für Visuelle Kunst (ENSAV) in Brüssel. Weiterer Filme von ihm sind „Wingdings“ (2003), „Diplomatie“ (2005), „Telerific Voodoo“ (2006) und „Onion Skin“ (2007).

(4): Ein anderer Blick – Der kolumbianische Kurzfilm

Im Rahmen den Kurzfilmfestivals von Clermont-Ferrand 2017 widmet sich die Sektion Panorama dem kolumbianischen Kurzfilm. "Kurzschluss - Das Magazin" hat aus diesem Anlass zwei Kenner der kolumbianischen Kurzfilm-Szene getroffen: Antoine Sebire, den ehemaligen Attaché in Bogota für Audiovisuelle Kunst, und den kolumbianischen Filmemacher und Produzenten Franco Lolli. Letzterer gewann 2008 für seinen Film „Como todo el mundo“ den Großen Preis des Filmfestivals von Clermont-Ferrand.

(5): Das Baumhaus

Kurzfilm von Simon Guélat, Frankreich 2016, ErstausstrahlungVier Jugendliche haben den ganzen Sommer über ihre Tage in einem Baumhaus auf einem brachliegenden Gelände verbracht. Diese gehört allerdings zu einer militärischen Sperrzone, und Betreten ist strengstens verboten. Als ihr Baumhaus entdeckt wird, nehmen die Jugendlichen daher schnellstens Reißaus. So neigt sich der Sommer seinem Ende zu und die Freunde müssen akzeptieren, dass der Schulbeginn vor der Tür steht. Einer der Jugendlichen will sich allerdings nicht damit abfinden, dass er die letzten unbeschwerten Sommertage nicht im Baumhaus verbringen darf - und bietet einem Wachsoldaten die Stirn.

Simon Guélat wurde 1985 in der Schweiz geboren. 2007 machte er seinen Abschluss an der Theater-Hochschule der französischsprachigen Schweiz (HETSR) in Lausanne. In „Das Baumhaus“ führt er zum ersten Mal Regie.

(6): Zoom – Das BaumhausRegisseur Simon Guélat kommentiert und erläutert seinen Kurtzfilm „Das Baumhaus“.

(7): Love

Animationsfilm von Réka Bucsi, Frankreich 2016

„Das englische Wort Love ist eigentlich schon kein Wort mehr. Es wird in so vielen unterschiedlichen Plattformen und Situationen verwendet, dass seine Buchstaben, Linien und seine Form selbst Bild geworden sind“, sagt die Regisseurin Réka Bucsi. Jenseits allgemeingültiger Vorstellungen von Liebe stellt sie in „Love“ Situationen und Momente dar, die mit Humor und surrealer Bildsprache – u.a. mit der Konstellation der Sterne – der Liebe Raum geben. Diese Sterne umkreisen einander, und Blätter drehen die auf ihnen stehenden Pferde, bis sie hinunterfallen. In jedem Dunkel ist Licht. In jedes Schwarz senkt sich Farbe. Die Sterne funkeln.

Die unabhängige Filmemacherin Réka Bucsi, geboren 1988 im deutschen Filderstadt, studierte Animation an der Moholy-Nagy-Universität für Kunsthandwerk und Gestaltung in Budapest, wo sie bis heute lebt. 2011 nahm sie an der Universität Lusófona in Lissabon am Trainingsprogramm für digitale Filmproduktion „Essemble“ teil, 2013 im dänischen Viborg am internationalen Animationsfilm-Workshop „Animation Sans Frontières“ (ASF). Ihr zehnminütiger Animationsfilm „Symphony no. 42“, der 2013 in Ungarn produziert wurde, lief 2014 im Programm der Berlinale Shorts, „Love“ im Jahr 2016.

(8): Ruf der Sirenen

Kurzfilm von Héloïse Pelloquet, Frankreich 2016

Mattis wird bald 15 Jahre alt und lebt auf einer kleinen französischen Insel. Er hat gerade die Mittelstufe abgeschlossen und arbeitet den Sommer über mit einem älteren Fischer auf dessen Boot. Nach den Sommerferien wollen alle seine Freunde die Insel verlassen, um auf dem Festland im Internat die Oberstufe zu besuchen. Bisher war für Mattis klar, dass auch er diesen Weg einschlagen würde. Allerdings gefällt ihm die Arbeit auf dem Meer und in der Fischerei. Außerdem gibt es auf der Insel auch ein Mädchen, das ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Ist die weiterführende Schule wirklich die richtige Wahl für ihn?

Regisseurin Héloïse Pelloquet studierte im Fach Schnitt an der Pariser Filmhochschule La Fémis, wo sie 2014 ihren Abschluss machte. Während ihres Studiums realisierte sie die Kurzfilme „La grande semaine de la réproduction“ (2011), „Fugueuse“ (2013) und ihren Abschlussfilm „Comme une grande“ (2014). „Ruf der Sirenen“ ist ihr erster nichtschulischer Kurzfilm.

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2017
  • Herkunft:ARTE F
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