Hannah Arendt

Kino -
107 Min. - 2012 Aufrufe
  • SENDETERMINE UND VERFÜGBARKEIT Offen

    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 1. Februar um 20.15 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 1. Februar bis zum 8. Februar 2017

    Mich per E-Mail erinnern

    Stunden vor der nächsten Ausstrahlung dieses Programms eine E-Mail als Erinnerung.

    ARTE garantiert, dass die angegebene E-Mail-Adresse nur für den Versand dieser Erinnerungsmail verwendet wird.

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) verfolgt 1961 den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Im Gerichtssaal trifft sie jedoch anstelle des erwarteten Monsters auf einen Niemand, der "nur" Befehle ausführte. Nach akribischer Recherche charakterisiert Arendt den Architekten der Endlösung als Schreibtischtäter. - Biopic (2012) von Margarethe von Trotta

Seit ihrer Flucht aus Nazideutschland vor 20 Jahren lebt die berühmte Philosophin und Schriftstellerin Hannah Arendt mit ihrem Mann Heinrich im amerikanischen Exil. Ihre New Yorker Wohnung ist Treffpunkt des „tribe“, einem Zirkel illustrer Intellektueller, der regelmäßig politische, gesellschaftliche oder geisteswissenschaftliche Themen diskutiert. Die überraschende Nachricht von der Ergreifung des NS-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann elektrisiert die Totalitarismusforscherin, die schon mehrfach über den deutschen Faschismus publiziert hat. Im Auftrag des renommierten „The New Yorker“ reist sie nach Jerusalem, um über den Prozess zu berichten. Im Gerichtssaal erwartet sie, ein Monster anzutreffen, stattdessen erlebt sie einen Niemand. Die geistlose Mittelmäßigkeit Eichmanns passt nicht zum abgrundtief Bösen seiner Taten. Sie sieht in dem Massenmörder einen Beamten, der die Ermordung der Juden gedankenlos wie eine ihm auferlegte Pflicht erfüllte. Hannah merkt schnell, dass dieser Widerspruch das Rätsel ist, das es zu lösen gilt. Zurück in New York liest sie Hunderte Prozessakten, recherchiert, diskutiert mit ihrem Mann Heinrich Blücher und ihren Freunden. Im Februar 1963 erscheint ihre Artikelserie, deren provozierende These von der „Banalität des Bösen" für weltweite Empörung sorgt. Die Reaktionen sind verheerend und niederschmetternd. Hannah Arendt wird geächtet, angefeindet und verliert lebenslange Freunde. Dennoch bleibt sie konsequent bei ihrer Haltung und scheut keine Auseinandersetzung.

Besetzung und stab
  • Kamera:Caroline Champetier
  • Schnitt:Bettina Böhler
  • Musik:André Mergenthaler
  • Produktion:Heimatfilm, Amour Fou Luxembourg, MACT Productions, Sophie Dulac Productions, Metro Communications, ARD Degeto, BR, WDR
  • Produzent/-in:Bettina Brokemper, Johannes Rexin
  • Regie:Margarethe von Trotta
  • Drehbuch:Pam Katz, Margarethe von Trotta
  • Mit: Barbara Sukowa (Hannah Arendt)
    Axel Milberg (Heinrich Blücher)
    Julia Jentsch (Lotte Köhler)
    Ulrich Noethen (Hans Jonas)
    Michael Degen (Kurt Blumenfeld)
    Janet McTeer (Mary McCarthy)
    Klaus Pohl (Martin Heidegger)
  • Land:Frankreich, Deutschland, Luxemburg
  • Jahr:2012
  • Herkunft:ARTE F
Kommentare (0)