Themenabend

Türkei - Drehkreuz des Terrors?

Aktuelles & Gesellschaft -
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    • Sendetermine:
    • Freitag, 9. Dezember um 11.55 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 22. November bis zum 20. Februar 2017
    • Weltweit verfügbar

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Die Türkei ist zur Zielscheibe terroristischer Attentate geworden. Seit einem Jahr häufen sich die Anschläge und treffen auch die großen Städte Ankara und Istanbul. Hat der türkische Staat die Islamisten im eigenen Land zu lange geduldet? Wie kam es zu dieser Entwicklung? In der Dokumentation begeben sich Halil Gülbeyaz und sein Team auf die Spuren der "Gotteskrieger".

Die Türkei ist ein Land zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, zwischen Asien und Europa. Der westliche Lebensstil und die Erbschaft des Osmanischen Reiches gingen hier stets Hand in Hand. Unter der Führung von Recep Erdogan hat sich das verändert. Die Türkei ist inzwischen zu einem Land geworden, in dem die Meinungs- und Pressefreiheit radikal eingeschränkt wird, oppositionelle Politiker, Geschäftsleute und Wissenschaftler inhaftiert werden und der sunnitische Islam alle anderen Glaubensrichtungen dominiert, obwohl die Türkei in Wirklichkeit ein Mosaik verschiedener Völker und Kulturen ist.

Von dieser Politik profitieren auch die radikalislamischen Terrororganisationen wie der sogenannte Islamische Staat. Die Türkei scheint für die Dschihadisten in Syrien und im Irak ein Dreh- und Angelpunkt zu sein. Sie versorgen sich hier mit Menschen- und Kriegsmaterial, oft mit Wissen und Tolerierung der türkischen Behörden und sogar – wie manche Experten behaupten - mit deren Unterstützung.

Das alte Bild der Türkei als Brücke zwischen Asien und Europa hat sich seit dem Beginn der Bürgerkriege im Irak und in Syrien in ein gänzlich anderes verwandelt: Die Türkei ist zur Transitstrecke in den „Heiligen Krieg“, zum Drehkreuz für die Dschihadisten geworden.

Doch der Islamische Staat hat der Türkei inzwischen den Krieg erklärt und verübt immer mehr Selbstmordanschläge, besonders in touristischen Zentren. Ein hochrangiger türkischer Sicherheitsbeamte gab zu, dass der IS in mehr als 70 türkischen Städten über geheime Zellen verfügt. Hinzu kommt, dass die Terrororganisation – laut einer Umfrage – von bis zu acht Prozent der türkischen Bevölkerung Sympathien genießt.

Manche Politiker in Ankara weisen immer wieder darauf hin, welche Gefahren diese „Brücken-Rolle“ für das Land in sich birgt. Doch die Warnung kommt eventuell zu spät, denn die Islamisten scheinen in der Türkei bereits eine stabile Infrastruktur und eine breite Anhängerschaft aufgebaut zu haben. In den Interviews mit Politikern, Experten und Betroffenen wird deutlich, dass die Türkei über die Aktivitäten der Dschihadisten im eigenen Lande lange hinweggesehen hat, sie toleriert und sogar unterstützt hat.

Besetzung und stab
  • Regie:Halil Gülbeyaz
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2016
  • Herkunft:NDR
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    Die Türkei ist ein Land zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, zwischen Asien und Europa. Der westliche Lebensstil und die Erbschaft des Osmanischen Reiches gingen hier stets Hand in Hand. Unter der Führung von Recep Erdogan hat sich das verändert. Die Türkei ist inzwischen zu einem Land geworden, in dem die Meinungs- und Pressefreiheit radikal eingeschränkt wird, oppositionelle Politiker, Geschäftsleute und Wissenschaftler inhaftiert werden und der sunnitische Islam alle anderen Glaubensrichtungen dominiert, obwohl die Türkei in Wirklichkeit ein Mosaik verschiedener Völker und Kulturen ist.

    Von dieser Politik profitieren auch die radikalislamischen Terrororganisationen wie der sogenannte Islamische Staat. Die Türkei scheint für die Dschihadisten in Syrien und im Irak ein Dreh- und Angelpunkt zu sein. Sie versorgen sich hier mit Menschen- und Kriegsmaterial, oft mit Wissen und Tolerierung der türkischen Behörden und sogar – wie manche Experten behaupten - mit deren Unterstützung.

    Das alte Bild der Türkei als Brücke zwischen Asien und Europa hat sich seit dem Beginn der Bürgerkriege im Irak und in Syrien in ein gänzlich anderes verwandelt: Die Türkei ist zur Transitstrecke in den „Heiligen Krieg“, zum Drehkreuz für die Dschihadisten geworden.

    Doch der Islamische Staat hat der Türkei inzwischen den Krieg erklärt und verübt immer mehr Selbstmordanschläge, besonders in touristischen Zentren. Ein hochrangiger türkischer Sicherheitsbeamte gab zu, dass der IS in mehr als 70 türkischen Städten über geheime Zellen verfügt. Hinzu kommt, dass die Terrororganisation – laut einer Umfrage – von bis zu acht Prozent der türkischen Bevölkerung Sympathien genießt.

    Manche Politiker in Ankara weisen immer wieder darauf hin, welche Gefahren diese „Brücken-Rolle“ für das Land in sich birgt. Doch die Warnung kommt eventuell zu spät, denn die Islamisten scheinen in der Türkei bereits eine stabile Infrastruktur und eine breite Anhängerschaft aufgebaut zu haben. In den Interviews mit Politikern, Experten und Betroffenen wird deutlich, dass die Türkei über die Aktivitäten der Dschihadisten im eigenen Lande lange hinweggesehen hat, sie toleriert und sogar unterstützt hat.

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    • Regie:Halil Gülbeyaz
    • Land:Deutschland
    • Jahr:2016
    • Herkunft:NDR
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