Ein perfektes Leben

Ein perfektes Leben

Montag, 25. Juli um 14:55 Uhr (124 Min.)

Ein perfektes Leben

Montag, 25. Juli um 14:55 Uhr (124 Min.)

Erstausstrahlung am Donnerstag, 14.07. um 1:25 Uhr

Eine Familientragödie: Im Januar 1993 tötete Jean-Claude Romand seine Frau, seine beiden Kinder und seine Eltern und versuchte anschließend vergeblich, sich selbst das Leben zu nehmen. War der Entschluss des Familienvaters ein Akt der Verzweiflung? - Nicole Garcia adaptierte Emmanuel Carrères im Original gleichnamigen ("L'Adversaire") Tatsachenbericht "Amok".

Alles beginnt mit einem Ausrutscher: Jean-Marc versäumt eine Prüfung im zweiten Jahr seines Medizinstudiums, doch aus Scham und Angst vor Gesichtsverlust macht er weiter wie zuvor. Er besucht die Vorlesungen, ohne weitere Prüfungen abzulegen, und gibt schließlich vor, als Arzt bei der Weltgesundheitsorganisation zu arbeiten. Sein Leben scheint perfekt: als Ehemann der schönen Christine, Vater von zwei aufgeweckten Kindern, anerkannt im Freundeskreis und bewundert für seine Karriere - doch dann droht das Lügengerüst zusammenzubrechen, und Jean-Marc sieht rot. Anstatt mit seiner Familie und seinen Freunden reinen Tisch zu machen, läuft er Amok. Er löscht diejenigen aus, die ihn lieben und denen er nicht mehr unter die Augen zu treten wagt, würden sie die Wahrheit erfahren.

Der Film erzählt die letzten Wochen vor dem Unglück und die Momente unmittelbar nach der Katastrophe; er lässt die Zuschauer förmlich in das Unbehagen der Hauptfigur eintauchen. "Ein perfektes Leben" zeigt die Verzweiflung eines Menschen, der in seinem selbst gestrickten Netz aus Lügen ins Straucheln gerät, der die Kontrolle und den Verstand verliert - aber er erzählt auch von der Familie und den Freunden, die jahrelang nicht richtig zugehört haben, nicht richtig hingeschaut haben.

Autor:  Emmanuel Carrère
Kamera:  Jean-Marc Fabre
Schnitt:  Emmanuelle Castro
Musik:  Angelo Badalamenti
Produktion:  Les Films Alain Sarde, France 3 Cinéma, Pauline's Angel, Vega Film, Vertigo Films
Produzent/-in:  Alain Sarde
Regie:  Nicole Garcia
Drehbuch:  Frédéric Bélier-Garcia, Jacques Fieschi, Nicole Garcia
Mit:
Daniel Auteuil (Jean-Marc Faure)
Géraldine Pailhas (Christine Faure)
Emmanuelle Devos (Marianne)
François Cluzet (Luc)
François Berléand (Rémi)
Alice Fauvet (Alice)