Tracks

Gentrifizierung in Istanbul / Pop-Senkrechtstarter Drangsal

Popkultur & Alternativ -
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    • Sendetermine:
    • Sonntag, 24. April 2016 um 1.25 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 24. April 2016 bis zum 23. Juli 2016
    • Weltweit verfügbar

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"Tracks" im April: (1) Jazz-Headquarter Neukölln (2) Drangsal – Brachialpop, Jammerpunk und ein Album für Herxheim (3) Schlafen als Kunst – Max Richters "Sleep" (4) Das alternative Istanbul kämpft ums Überleben (5) Nieto macht Tierkunst als Kunstkritik (6) Graffiti ist keine Männersache - beweist die Doku "Girl Power" (7) Live: The Internet

(1): Jazz-Headquarter Neukölln

Vergesst das Klischee vom grauhaar-bürgerlichen Ü50-Jazz-Publikum! Zwischen Dönerläden und Spätis werden in Berlin-Neukölln leere Ladenlokale zu Jazz-Hubs.“Tracks“ trifft die Hauptfiguren der Szene und stellt einen Laden vor, der gerade vom Guardian zu einem der zehn besten Jazz-Clubs Europas gewählt wurde.

(2): Drangsal - Brachialpop & Jammerpunk

Sein Sound erinnert an das Manchester der 80er: melancholische Harmonien, roughe Gitarren und düstere Texte. Und weil das auch in der pfälzischen Provinz ziemlich gut funktioniert, hat Max Gruber alias Drangsal seinem beschaulichen Heimatort Herxheim auch gleich sein erstes Album gewidmet.

(3): Schlafen als Kunst – Max Richters „Sleep“

Eine Performance als Gegenkonzept zur alltäglichen Info-Flut: Max Richter gönnt seinem Publikum eine tief-sinnliche Pause. Von allem. Mit seiner 8-Stunden-Komposition “Sleep” brachte der Brite in Berlin seine Zuhörer in neue Bewusstseinssphären.

(4): Das alternative Istanbul kämpft ums Überleben

In Istanbuls Szene-Bezirken zeigt sich, wie die „neue“ Türkei von Präsident Erdogan in Zukunft aussehen könnte: Bars schließen, Club-Besucher werden von AKP-Anhängern schikaniert, und Rapper wie Tahribad-i Isyan kämpfen gegen die Vertreibung aus ihrer Nachbarschaft. „Tracks“ zeigt, was geblieben ist – drei Jahre nach den Gezi-Park-Protesten.

(5): Nieto macht Tierkunst als Kunstkritik

Wenn er nicht gerade Werbung für Großkonzerne macht, kritisiert er den Kunstbetrieb - mit zerhackten Meerschweinchen, dressierten, japanischen Affen und über Elektroden gesteuerten Schweinsköpfen. "El Perversionismo" nennt der Kolumbianer Luis Fernando Nieto Peralta Adames das. Und so sieht es auch aus!

(6): Graffiti ist keine Männersache - beweist die Doku "Girl Power"

„Braucht man etwa einen Penis, um Graffiti zu sprühen?“ Die Doku “Girl Power” der tschechischen Sprayerin Sany antwortet auf diese Frage in Filmform: Sie begleitet weibliche Street-Artists in 15 Städten von Prag bis Sydney.

(7): Live: The Internet

Mit ihrem dritten Album „Ego Deat“' ist das Neo-California-Soul-Duo aus dem Odd Future-Universum zum Angriff auf den Mainstream übergegangen – mit Texten überlesbische Beziehungen und tiefenentspannten Beats. Wie gut das live funktioniert, beweisen The Internet bei „Tracks“.

Besetzung und stab
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ZDF
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