Augenschmaus

Augenschmaus

Sonntag, 09. Oktober um 11:25 Uhr (26 Min.)

Augenschmaus

Frida Kahlo & Diego Rivera: Stillleben mit Früchten

Sonntag, 09. Oktober um 11:25 Uhr (26 Min.)

Wiederholung am Samstag, 15.10. um 5:00 Uhr

Andere Zeiten, andere (Tisch-)Sitten in "Augenschmaus" untersuchen renommierte Fachleute künstlerische und kulinarische Trends von der Steinzeit bis zur Popkultur der Moderne. In dieser Folge - Frida Kahlo, die größte mexikanische Malerin aller Zeiten und Gerardo Vázquez Lugo, einer der namhaftesten Köche ihrer Heimat und Vertreter der traditionellen mexikanischen Küche.

"Ich male nicht meine Träume, ich male meine Wirklichkeit." Frida Kahlo

Schon der Name des Bilds gibt Rätsel auf: "Die verängstigte Braut beim Anblick des sich öffnenden Lebens". Das 63 x 81 cm große Ölgemälde steht sinnbildlich für die Essenz ihrer Existenz, die Frida Kahlo, die größte mexikanische Malerin aller Zeiten, in ihrem Werk festhielt. Einer der namhaftesten Köche ihrer Heimat und Vertreter der traditionellen mexikanischen Küche, Gerardo Vázquez Lugo, haucht den darin dargestellten Elementen seinerseits in besonderer Weise Leben ein.

Mit leicht ironischem Augenzwinkern wagt sich der Küchenchef an ein Hochzeitmenü in bester mexikanischer Tradition und lässt sich dabei von dem Buch "Las fiestas de Frida y Diego" von Guadalupe Rivera Marín inspirieren. Guadalupe, die Tochter von Frida Kahlos Ehemann Diego Rivera aus zweiter Ehe, wird Gerardo Vázquez Lugos kulinarische Interpretation des Gemäldes verkosten.

Das Bild zeugt nicht nur vom Leben und vom Talent der Malerin, sondern steckt auch voller verborgener Botschaften, die von Experten näher erläutert werden von der Papaya, einem Symbol für das weibliche Geschlecht, über die Melone, deren Teile sich nicht zusammenfügen lassen, bis hin zur Braut, die sich, anders als die stets farbenfroh und extravagant gekleidete Frida Kahlo, ganz in weiß diskret im Hintergrund verbirgt.

Ein Leben und ein Werk voller Farben, aber auch voller Schmerzen.

Autor:  Xavier Cucuel
Regie:  Chantal Alles