Xenius

Gendermedizin: Wie wichtig ist der kleine Unterschied?

Entdeckung -
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    • Sendetermine:
    • Freitag, 3. Februar um 17.05 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 3. Februar bis zum 4. Mai 2017
    • Weltweit verfügbar

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In der Medizin galt lange Zeit der Grundsatz: Männer und Frauen werden gleich behandelt. Dabei gibt es große Unterschiede bei den Geschlechtern, die sich auf das Risiko, die Symptome und die Behandlung von Krankheiten auswirken. "Xenius" geht diesen Fragen auf den Grund und spricht mit Alexandra Kautzky-Willer, Endokrinologin in Wien.

In der Medizin galt lange Zeit der Grundsatz: Männer und Frauen werden gleich behandelt. Dabei gibt es große Unterschiede bei den Geschlechtern. Wie wirken sich diese Unterschiede auf das Risiko, die Symptome und die Behandlung von Krankheiten aus? „Xenius“ geht diesen Fragen auf den Grund. Die „Xenius“-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade treffen Alexandra Kautzky-Willer. Die Endokrinologin ist die erste Professorin für Gendermedizin in Österreich. An der Universitätsklinik in Wien erforscht sie, welche Rolle die Hormone bei der Ausprägung von Krankheiten spielen – und bei dem Risiko, überhaupt eine Krankheit zu bekommen. Die „Xenius“-Moderatoren lassen sich von Kopf bis Fuß untersuchen und lernen, dass der Unterschied zwischen Männern und Frauen schon bei der Verteilung von Körperfett beginnt – und das wirkt sich auch auf Krankheitsrisiken aus. Auch beim Thema Schmerzen gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die „Xenius“-Moderatoren testen ihre persönlichen Schmerzgrenzen mit Professor Hans-Georg Kress im Experiment. Der Schmerzforscher zeigt ihnen nicht nur, wie sehr das Geschlecht das Schmerzempfinden beeinflusst. Er erklärt auch, warum Ärzte die Schmerzen von Frauen häufig weniger ernst nehmen als die Schmerzen von Männern. Wenn Männer oder Frauen geschlechtsuntypisch erkranken, werden ihre Krankheiten nicht immer erkannt. Und das kann lebensgefährlich sein. Die unerkannte Depression beim Mann oder der Herzinfarkt bei der Frau sind nur zwei von vielen Beispielen, die zeigen, wie gefährlich Geschlechterklischees in der Medizin sein können. Der Ansatz der Gendermedizin lautet daher: Jeder Patient muss individuell behandelt werden – egal ob Mann oder Frau.

Besetzung und stab
  • Moderation:Emilie Langlade, Adrian Pflug
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2016
  • Herkunft:WDR
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