Kurzschluss - Das Magazin

Kurzschluss - Das Magazin

Sonntag, 14. August um 5:00 Uhr (53 Min.)

Kurzschluss - Das Magazin

Schwerpunkt "Native- Indigene Filme aus Nordamerika"

Sonntag, 14. August um 5:00 Uhr (53 Min.)

(1) Bereits zum sechsten Mal fand zu Beginn diesen Jahres "Indianer Inuit - Das Nordamerika Filmfestival" in Stuttgart statt. Ein Überblick. (2) In "Ein dunkler Fleck" verarbeitet Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin Tanis Parenteau autobiografische Erfahrungen. Sie gehört zur Volksgruppe der Métis in Alberta, Kanada. Ihr Tabuthema: sexuelle Gewalt gegen indigene Frauen.

(1): Festival: Indianer Inuit - Das Nordamerika FilmfestivalBereits zum sechsten Mal fand zu Beginn diesen Jahres "Indianer Inuit - Das Nordamerika Filmfestival" in Stuttgart statt. Gegründet wurde es 2004 vom dem deutschen Medienexperten Gunter Lange. Sein Anliegen ist es, stereotype Vorstellungen vom sogenannten "Indianerfilm" abzubauen und die indigene Filmkultur einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das genreübergreifende Programm - ein Viertel davon Kurzfilme - zeigt ausschließlich Werke von Regisseuren, Drehbuchautoren und Produzenten mit indigenen Wurzeln (zugehörig den sogenannten Native Americans, First Nations, Aboriginal Peoples)."Kurzschluss - Das Magazin" hat das in Europa bislang einzigartige Forum indigener Filmkunst besucht und zahlreiche Protagonisten der Szene zum Interview getroffen. Zu Wort kommen unter anderem Roseanne Supernault, eine der gefragtesten indigenen Schauspielerinnen Nordamerikas ("Maïna - Das Wolfsmädchen", 2013), und Madeline Ivalu, eine über 70-jährige Inuit-Filmaktivistin und Geschichtenerzählerin, die 1991 gemeinsam mit der Regisseurin Marie-Hélène Cousineau das erste Frauenfilmkollektiv "Arnait Video Productions" in der arktischen Region Nunavut gegründet hat.(2): Begegnung: Tanis ParenteauIn "Ein dunkler Fleck" verarbeitet Tanis Parenteau, die Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin des Films, autobiografische Erfahrungen. Sie gehört zur Volksgruppe der Métis in Alberta, Kanada. Mit ihrer Geschichte will Parenteau die Aufmerksamkeit auf ein Tabuthema lenken, das in Europa kaum bekannt ist: die sexuelle Gewalt gegen indigene Frauen. Sie erleiden in ihrem Leben zwei bis drei Mal häufiger sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen als weiße Nordamerikanerinnen.Auf dem diesjährigen "Indianer Inuit - Das Nordamerika Filmfestival" in Stuttgart lief "Ein dunkler Fleck" im Kurzfilmprogramm. Am Rande des Festivals spricht Tanis Parenteau über den thematischen Hintergrund ihres Films und erklärt, was sich hinter der sogenannten "Pocahontas-Fantasie" verbirgt, die für indigene Frauen zum Problem werden kann.