Themenabend

Metropolis

Antwerpen

Kunst & Kultur -
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 27. Oktober um 6.55 Uhr
    • Dienstag, 25. Oktober um 2.45 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 23. Oktober bis zum 21. Januar 2017
    • Weltweit verfügbar

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(1) Metropolenreport: Antwerpen -Zwischen Diamantenbörse, Modeatelier und neuem alten Hafen (2) Rachid Nekkaz - Gegen das Verschleierungsverbot (3) Der Künstler Ulay in der Frankfurter Schirn (4) So nah und doch so fern: Flandern und die Niederlande, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016 (5) Sylvie Schenks Roman "Schnell, Dein Leben" (6) Steve McCurrys neuer Fotoband "Lesen"

(1): Metropolenreport: Antwerpen

Sie ist die zweitgrößte Stadt Belgiens, die Literaturhauptstadt der Region Flandern und der Ort, an dem die aufregendsten jungen Schriftsteller leben, die gerade auf der Frankfurter Buchmesse gefeiert werden: Antwerpen. Umtriebig, kreativ, weltoffen. Eine halbe Million Einwohner, der zweitgrößte Hafen Europas, Weltspitze im Diamantenhandel. Antwerpen lockt Kreative, Modedesigner und vor allem Wort-Schöpfer! „Metropolis“ trifft den offiziellen Stadt-Dichter Maarten Inghels, die junge Modedesignerin Toos Franken und den Shooting-Star der europäischen Tanzszene, Sidi Larbi Cherkaoui. „Metropolis“ ist dem Geheimnis des kreativen Potentials der belgischen Metropole auf der Spur.

(2): Rachid Nekkaz

Er ist nur ein Stück Stoff – der Schleier. Doch die Verhüllung der muslimischen Frau erhitzt überall in Europa die Gemüter. Alles Hysterie, meint der algerische Geschäftsmann Rachid Nekkaz, der in Paris aufgewachsen ist und dort lebt. Das in Frankreich geltende Verschleierungsverbot hält er für eine unzulässige Einschränkung der persönlichen Freiheit. Und dagegen kämpft der Millionär und studierte Philosoph mit Geld. „Metropolis“ begleitet ihn, wie er in Brüssel und Paris Frauen unterstützt, die verbotenerweise den Gesichtsschleier „Niqab“ tragen. Mit ihnen geht er auf Ämter und Polizeistationen und zahlt die Strafen.

Wir fragen die deutsch-türkische Islamkritikerin und Feministin Necla Kelek und die Ethnologin Susanne Schröter, was davon zu halten ist.. Ist ein Schleier nur ein religiöses Symbol? Oder ein Symbol der Ungleichheit? Oder gar Ausdruck eines latenten Islamismus?

(3): Ulay in der Frankfurter Schirn

Er bezeichnet sich selbst als den „bekanntesten unbekannten Künstler“. Vom Kunstbetrieb hält er sich lieber fern, seine Inspiration findet er auf der Straße: Ulay – mit bürgerlichem Namen Frank Uwe Laysiepen - Foto- und Performancekünstler. Wer bin ich? Seit bald 50 Jahren bestimmt diese Frage seine Kunst. Dabei macht er seinen eigenen Körper immer wieder zum Forschungsgegenstand. Radikal und ohne Tabus. Jetzt ist Ulay 72, und die Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt in einer großen Ausstellung einen Überblick über seine Arbeiten von 1970 bis heute. Berühmt wurde Ulay vor allem für die Performances mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin, der weltberühmten Performancekünstlerin Marina Abramović. Was ist aus dem wilden, anarchischen Künstler geworden?

(4): So nah und doch so fern: der Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016

Die größte Buchmesse der Welt hat 2016 Flandern und die Niederlande als Ehrengast. Zwei Regionen, die die gleiche Sprache teilen: Niederländisch bzw. Flämisch. „Dies ist, was wir teilen“ lautet das Motto des gemeinsamen Gastauftrittes, und er spült uns viele ungehobene Literatur-Schätze an den Main: Dabei gibt sich die Literatur unserer Nachbarn sehr realitätsbezogen: Die Welt und Europa befinden sich in Aufruhr: Terrorismus, Migration und Flüchtlingsbewegungen sind Themen, die junge Flamen und Niederländer aufgreifen. „Metropolis“ trifft den marokkanisch-flämischen Schriftsteller Fikry El Azzouzi und die niederländische Autorin Wytske Versteeg zwischen Antwerpen, Brüssel und Delft.

(5): Sylvie Schenk- Schnell, Dein Leben

Was machen die verdrängten Gräuel des Zweiten Weltkriegs mit der Liebe zwischen einer Französin und einem Deutschen in der jungen Bundesrepublik? Dieser Frage geht die französische Schriftstellerin Sylvie Schenk jetzt in ihrem Roman „Schnell, dein Leben“ nach. Darin erzählt sie in kurzen Kapiteln die autobiographische Geschichte einer Frau zwischen Deutschland und Frankreich. Anfang der 60er Jahre lernt sie beim Studium in Lyon einen Deutschen kennen, heiratet ihn und zieht mit ihm zu den Schwiegereltern nach Kelkheim in den Taunus. Bildungsbürgerliches Milieu, frankophil. Doch früh spürt sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Ein dunkles Familiengeheimnis?

(6): Steve McCurry „Lesen“

Zu seinen berühmtesten Aufnahmen gehört die des grünäugigen afghanischen Flüchtlingsmädchens Sharbat Gula aus dem Jahr 1984: Das Foto machte Steve McCurry auf einen Schlag international bekannt. Jetzt hat der 66-jährige Amerikaner einen neuen Fotoband herausgebracht: „Lesen – Eine Leidenschaft ohne Grenzen“. Dafür hat er Lesende überall auf der Welt portraitiert: ob in der New Yorker U-Bahn, einem tibetischen Kloster oder an einem Marktstand in Afghanistan.

Besetzung und stab
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2016
  • Herkunft:HR
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    (1): Metropolenreport: Antwerpen

    Sie ist die zweitgrößte Stadt Belgiens, die Literaturhauptstadt der Region Flandern und der Ort, an dem die aufregendsten jungen Schriftsteller leben, die gerade auf der Frankfurter Buchmesse gefeiert werden: Antwerpen. Umtriebig, kreativ, weltoffen. Eine halbe Million Einwohner, der zweitgrößte Hafen Europas, Weltspitze im Diamantenhandel. Antwerpen lockt Kreative, Modedesigner und vor allem Wort-Schöpfer! „Metropolis“ trifft den offiziellen Stadt-Dichter Maarten Inghels, die junge Modedesignerin Toos Franken und den Shooting-Star der europäischen Tanzszene, Sidi Larbi Cherkaoui. „Metropolis“ ist dem Geheimnis des kreativen Potentials der belgischen Metropole auf der Spur.

    (2): Rachid Nekkaz

    Er ist nur ein Stück Stoff – der Schleier. Doch die Verhüllung der muslimischen Frau erhitzt überall in Europa die Gemüter. Alles Hysterie, meint der algerische Geschäftsmann Rachid Nekkaz, der in Paris aufgewachsen ist und dort lebt. Das in Frankreich geltende Verschleierungsverbot hält er für eine unzulässige Einschränkung der persönlichen Freiheit. Und dagegen kämpft der Millionär und studierte Philosoph mit Geld. „Metropolis“ begleitet ihn, wie er in Brüssel und Paris Frauen unterstützt, die verbotenerweise den Gesichtsschleier „Niqab“ tragen. Mit ihnen geht er auf Ämter und Polizeistationen und zahlt die Strafen.

    Wir fragen die deutsch-türkische Islamkritikerin und Feministin Necla Kelek und die Ethnologin Susanne Schröter, was davon zu halten ist.. Ist ein Schleier nur ein religiöses Symbol? Oder ein Symbol der Ungleichheit? Oder gar Ausdruck eines latenten Islamismus?

    (3): Ulay in der Frankfurter Schirn

    Er bezeichnet sich selbst als den „bekanntesten unbekannten Künstler“. Vom Kunstbetrieb hält er sich lieber fern, seine Inspiration findet er auf der Straße: Ulay – mit bürgerlichem Namen Frank Uwe Laysiepen - Foto- und Performancekünstler. Wer bin ich? Seit bald 50 Jahren bestimmt diese Frage seine Kunst. Dabei macht er seinen eigenen Körper immer wieder zum Forschungsgegenstand. Radikal und ohne Tabus. Jetzt ist Ulay 72, und die Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt in einer großen Ausstellung einen Überblick über seine Arbeiten von 1970 bis heute. Berühmt wurde Ulay vor allem für die Performances mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin, der weltberühmten Performancekünstlerin Marina Abramović. Was ist aus dem wilden, anarchischen Künstler geworden?

    (4): So nah und doch so fern: der Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016

    Die größte Buchmesse der Welt hat 2016 Flandern und die Niederlande als Ehrengast. Zwei Regionen, die die gleiche Sprache teilen: Niederländisch bzw. Flämisch. „Dies ist, was wir teilen“ lautet das Motto des gemeinsamen Gastauftrittes, und er spült uns viele ungehobene Literatur-Schätze an den Main: Dabei gibt sich die Literatur unserer Nachbarn sehr realitätsbezogen: Die Welt und Europa befinden sich in Aufruhr: Terrorismus, Migration und Flüchtlingsbewegungen sind Themen, die junge Flamen und Niederländer aufgreifen. „Metropolis“ trifft den marokkanisch-flämischen Schriftsteller Fikry El Azzouzi und die niederländische Autorin Wytske Versteeg zwischen Antwerpen, Brüssel und Delft.

    (5): Sylvie Schenk- Schnell, Dein Leben

    Was machen die verdrängten Gräuel des Zweiten Weltkriegs mit der Liebe zwischen einer Französin und einem Deutschen in der jungen Bundesrepublik? Dieser Frage geht die französische Schriftstellerin Sylvie Schenk jetzt in ihrem Roman „Schnell, dein Leben“ nach. Darin erzählt sie in kurzen Kapiteln die autobiographische Geschichte einer Frau zwischen Deutschland und Frankreich. Anfang der 60er Jahre lernt sie beim Studium in Lyon einen Deutschen kennen, heiratet ihn und zieht mit ihm zu den Schwiegereltern nach Kelkheim in den Taunus. Bildungsbürgerliches Milieu, frankophil. Doch früh spürt sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Ein dunkles Familiengeheimnis?

    (6): Steve McCurry „Lesen“

    Zu seinen berühmtesten Aufnahmen gehört die des grünäugigen afghanischen Flüchtlingsmädchens Sharbat Gula aus dem Jahr 1984: Das Foto machte Steve McCurry auf einen Schlag international bekannt. Jetzt hat der 66-jährige Amerikaner einen neuen Fotoband herausgebracht: „Lesen – Eine Leidenschaft ohne Grenzen“. Dafür hat er Lesende überall auf der Welt portraitiert: ob in der New Yorker U-Bahn, einem tibetischen Kloster oder an einem Marktstand in Afghanistan.

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  • Besetzung und Stab
    • Land:Deutschland
    • Jahr:2016
    • Herkunft:HR
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