Themenabend

Metropolis

Shkodër

Kunst & Kultur -
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 6. Oktober um 6.55 Uhr
    • Dienstag, 4. Oktober um 2.15 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 2. Oktober bis zum 31. Dezember 2016
    • Weltweit verfügbar

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(1) Metropole: Shkodër (2) Aktuell: Tahar Ben Jelloun - "Papa, was ist ein Terrorist?" (3) Architektur: Achim Menges Roboter in der Baukunst (4) Musik: Michael Wollny und Vincent Peirani - "Tandem" (5) Kontrovers: Peter Frankopan - Licht aus dem Osten (6) Atelier: Edi Hila - Zu Besuch im Atelier des albanischen Künstlers in Tirana

(1): Metropolenreport Shkodër

Shkodër ist eine uralte Handels- und Kulturmetropole und war das kulturelle Zentrum Albaniens, bevor Tirana Hauptstadt wurde. Bis vor 25 Jahren war das Land völlig isoliert unter kommunistischer Diktatur, inzwischen ist Albanien Beitrittskandidat der Europäischen Union. In Shkodër wurde kürzlich das Marubi-Foto-Museum eröffnet, das internationale Kontakte knüpft – wie überhaupt die junge Generation versucht, die ehemaligen Anknüpfungspunkte an Europa wiederzubeleben.

(2): Aktuell: Tahar Ben Jelloun: „Papa, was ist ein Terrorist?“

Die dschihadistischen Anschläge im Namen seiner Religion erschüttern ihn immer wieder aufs Neue. Ben Jelloun gilt als bedeutender Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb und als Kämpfer gegen Rassismus und Intoleranz. Sein letztes Buch: „Papa, was ist ein Terrorist?“ ist im August in Frankreich und gerade in Deutschland erschienen.

(3): Architektur: Achim Menges Roboter in der Baukunst

 Am Victoria and Albert Museum in London steht eine architektonische Skulptur des Frankfurter Architekten Achim Menges, die ständig wächst, denn ein Roboter arbeitet unermüdlich weiter an ihr. Dünne Karbonfäden - von computergesteuerten Drohnen und Robotern zu Dachkonstruktionen versponnen - werden in der Architektur der Zukunft eine Rolle spielen.

(4): Musik: Michael Wollny und Vincent Peirani: „Tandem“

In ihren Ländern sind sie schon lange Stars der Jazz-Szene: Der deutsche Pianist Michael Wollny und der französische Akkordeonist Vincent Peirani. Als sie sich vor vier Jahren bei einem Konzert in Paris kennenlernten, improvisierten sie gemeinsam drauflos und siehe da, es funktionierte auf Anhieb. Gerade ist ihr gemeinsames Album „Tandem“ erschienen.

(5):Kontrovers: Peter Frankopan: Licht aus dem Osten

„Mit dem Westen und dem Nahen Osten ist es wie mit einer unglücklichen Beziehung", sagt der Historiker Peter Frankopan. „Wir glauben, dass alles Gute und Edle aus dem Westen kommt, und alle Probleme kommen aus dem Osten." Diese Kurzsichtigkeit und der Eurozentrismus, haben Frankopan schon immer geärgert. Sein Buch „Licht aus dem Osten" ist ein faszinierendes Korrektiv politischem Scheuklappendenken.

 (6): Atelier: Edi Hila

 Das Werk des albanischen Malers Edi Hila umspannt mehrere Dekaden, und es gelang ihm Verfolgung, Zensur und politische Desillusionierung zu überstehen. Besonders die siebziger Jahre waren schwierig für Hila, dessen Werk sich vom Malduktus her am Impressionismus orientiert: Es galt als zu westlich, wurde unter der kommunistischen Diktatur Enver Hoxhas verboten und Hila wurde sogar zu Zwangsarbeit verurteilt. Seit dem Ende des Kommunismus findet sein Werk international Beachtung, inzwischen hat er einen zweiten Wohnsitz in Paris. 2017 wird er auf der Documenta in Kassel und Athen präsentiert. „Metropolis” trifft Edi Hila in seinem Atelier in Tirana.

Besetzung und stab
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2016
  • Herkunft:NDR
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    (1): Metropolenreport Shkodër

    Shkodër ist eine uralte Handels- und Kulturmetropole und war das kulturelle Zentrum Albaniens, bevor Tirana Hauptstadt wurde. Bis vor 25 Jahren war das Land völlig isoliert unter kommunistischer Diktatur, inzwischen ist Albanien Beitrittskandidat der Europäischen Union. In Shkodër wurde kürzlich das Marubi-Foto-Museum eröffnet, das internationale Kontakte knüpft – wie überhaupt die junge Generation versucht, die ehemaligen Anknüpfungspunkte an Europa wiederzubeleben.

    (2): Aktuell: Tahar Ben Jelloun: „Papa, was ist ein Terrorist?“

    Die dschihadistischen Anschläge im Namen seiner Religion erschüttern ihn immer wieder aufs Neue. Ben Jelloun gilt als bedeutender Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb und als Kämpfer gegen Rassismus und Intoleranz. Sein letztes Buch: „Papa, was ist ein Terrorist?“ ist im August in Frankreich und gerade in Deutschland erschienen.

    (3): Architektur: Achim Menges Roboter in der Baukunst

     Am Victoria and Albert Museum in London steht eine architektonische Skulptur des Frankfurter Architekten Achim Menges, die ständig wächst, denn ein Roboter arbeitet unermüdlich weiter an ihr. Dünne Karbonfäden - von computergesteuerten Drohnen und Robotern zu Dachkonstruktionen versponnen - werden in der Architektur der Zukunft eine Rolle spielen.

    (4): Musik: Michael Wollny und Vincent Peirani: „Tandem“

    In ihren Ländern sind sie schon lange Stars der Jazz-Szene: Der deutsche Pianist Michael Wollny und der französische Akkordeonist Vincent Peirani. Als sie sich vor vier Jahren bei einem Konzert in Paris kennenlernten, improvisierten sie gemeinsam drauflos und siehe da, es funktionierte auf Anhieb. Gerade ist ihr gemeinsames Album „Tandem“ erschienen.

    (5):Kontrovers: Peter Frankopan: Licht aus dem Osten

    „Mit dem Westen und dem Nahen Osten ist es wie mit einer unglücklichen Beziehung", sagt der Historiker Peter Frankopan. „Wir glauben, dass alles Gute und Edle aus dem Westen kommt, und alle Probleme kommen aus dem Osten." Diese Kurzsichtigkeit und der Eurozentrismus, haben Frankopan schon immer geärgert. Sein Buch „Licht aus dem Osten" ist ein faszinierendes Korrektiv politischem Scheuklappendenken.

     (6): Atelier: Edi Hila

     Das Werk des albanischen Malers Edi Hila umspannt mehrere Dekaden, und es gelang ihm Verfolgung, Zensur und politische Desillusionierung zu überstehen. Besonders die siebziger Jahre waren schwierig für Hila, dessen Werk sich vom Malduktus her am Impressionismus orientiert: Es galt als zu westlich, wurde unter der kommunistischen Diktatur Enver Hoxhas verboten und Hila wurde sogar zu Zwangsarbeit verurteilt. Seit dem Ende des Kommunismus findet sein Werk international Beachtung, inzwischen hat er einen zweiten Wohnsitz in Paris. 2017 wird er auf der Documenta in Kassel und Athen präsentiert. „Metropolis” trifft Edi Hila in seinem Atelier in Tirana.

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  • Besetzung und Stab
    • Land:Deutschland
    • Jahr:2016
    • Herkunft:NDR
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