Metropolis

Metropolis

Sonntag, 02. Oktober um 16:45 Uhr (43 Min.)

Metropolis

Shkodër

Sonntag, 02. Oktober um 16:45 Uhr (43 Min.)

Wiederholung am Dienstag, 04.10. um 2:15 Uhr

(1) Metropole: Shkodër - "Metropolis" trifft eine junge, aufbruchsbereite Generation, die sich mit aller Kraft gegen die Resignation und Perspektivlosigkeit in Albanien stemmt. (2) Atelier: Edi Hila - Zu Besuch im Atelier des albanischen Künstlers in Tirana.

(1): Metropole: Shkodër

Shkodër ist eine uralte Handels- und Kulturmetropole und war das kulturelle Zentrum Albaniens, bevor Tirana 1920 Hauptstadt wurde. In diesem Sommer wurde dort ein Fotomuseum eröffnet, das die einzigartigen Bildplatten von Pietro Marubi und seinen Nachfahren aufbewahrt. Der Italiener kam Mitte des 19. Jahrhunderts in die Stadt und hinterließ Porträts albanischer Bauern und muslimischer Frauen in goldverzierten Pluderhosen, die selbstbewusst und unverschleiert in die Kamera blicken - eine verlorene Welt zwischen Orient und Okzident, die gerade auch von anderen europäischen Museen entdeckt wird. Die Sammlung wird von Luciano Bedeni betreut. Mit ihm, dem Schauspieler Jozef Shiroka, der Musikerin Rezarta Smaja, der Historikerin Tea Cuni und dem international bekannten Künstler Adrian Paci erleben wir in Shkodër eine junge, aufbruchsbereite Generation, die sich mit aller Kraft gegen die Resignation und Perspektivlosigkeit in Albanien stemmt.

(2): Atelier: Edi Hila

Das Werk des albanischen Malers Edi Hila umspannt mehrere Dekaden, und es gelang ihm Verfolgung, Zensur und politische Desillusionierung zu überstehen. Besonders die siebziger Jahre waren schwierig für Hila, dessen Werk sich vom Malduktus her am Impressionismus orientiert: Es galt als zu westlich, wurde unter der kommunistischen Diktatur Enver Hoxhas verboten und Hila wurde sogar zu Zwangsarbeit verurteilt. Seit dem Ende des Kommunismus findet sein Werk international Beachtung, inzwischen hat er einen zweiten Wohnsitz in Paris. 2017 wird er auf der Documenta in Kassel und Athen präsentiert. "Metropolis" trifft Edi Hila in seinem Atelier in Tirana.