Themenabend

Im Lauf der Zeit

Konfuzius und die chinesische Philosophie

Kindersendung -
26 Min.
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    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 28. Dezember um 6.40 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 20. November bis zum 27. November 2016

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In dieser Folge: 551 vor Christus, Staat Lu, China. Konfuzius wird in bescheidene Verhältnisse geboren. 57 Jahre später erhält der Herrscher von Lu, dessen Justizminister Konfuzius ist, 80 schöne junge Frauen zum Geschenk. Erst einige Jahrhunderte später wird die "Gespräche"-Sammlung vollendet, in der seine Schüler das Denken des Meisters für die Nachwelt niederschrieben ...

551 vor Christus, Staat Lu, China: Konfuzius wird in bescheidene Verhältnisse geboren. 57 Jahre später erhält der Herrscher von Lu, dessen Justizminister Konfuzius ist, 80 schöne junge Frauen zum Geschenk. Erst einige Jahrhunderte später wird die „Gespräche”-Sammlung vollendet, in der seine Schüler das Denken des Meisters für die Nachwelt niederschrieben.

Diese drei eng miteinander zusammenhängenden Ereignisse waren von großem Einfluss auf die Herausbildung der chinesischen Mentalität und Philosophie und prägten 2.500 Jahre Weltgeschichte.

Historischer Zusammenhang:

China, 497 vor Christus: Das Land ist in unabhängige Königreiche gespalten, die sich gegenseitig bekriegen. Aufgrund der anhaltenden Machtkämpfe sind die Verhältnisse instabil, und die alte Zhou-Dynastie ist nicht mehr in der Lage, China zu einen und zu befrieden. In einem dieser Königreiche, dem Staat Lu, wird Konfuzius im Alter von 53 Jahren Justizminister.

Das entscheidende Ereignis:

Die Nachbarprovinz neidet dem Staat Lu die dank der Politik von Konfuzius erzielten Fortschritte und schenkt dem Herrscher von Lu die 80 schönsten Mädchen des Landes. Der Herrscher von Lu verbringt Tag und Nacht mit den jungen Frauen im Freudenhaus und vernachlässigt seine Aufgaben sträflich. Von diesem Verhalten enttäuscht, quittiert Konfuzius seinen Ministerposten und tritt eine meditative Wanderung an, die 14 Jahre dauern wird.

Die Folgen des Ereignisses:

Im Laufe seiner Wanderschaft schließen sich Konfuzius immer mehr Schüler an. In dieser Zeit entwickelt er seine Lehre des politischen und gesellschaftlichen Handelns und Denkens, den Konfuzianismus. Konfuzius' Bedeutung für China lässt sich daran ermessen, dass seine Lehre bis ins 20. Jahrhundert Staatsdoktrin war. Er beeinflusste die chinesische Gesellschaft nachhaltig und gilt als der erste „Lehrer Chinas”. Durch die Erneuerung der alten Institutionen schuf er die Grundlagen des „chinesischen Humanismus”. Dem zügellosen Lebenswandel des Herrschers von Lu hat China eine seiner größten spirituellen Umwälzungen zu verdanken.

Besetzung und stab
  • Regie:Pierre Lergenmuller
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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    551 vor Christus, Staat Lu, China: Konfuzius wird in bescheidene Verhältnisse geboren. 57 Jahre später erhält der Herrscher von Lu, dessen Justizminister Konfuzius ist, 80 schöne junge Frauen zum Geschenk. Erst einige Jahrhunderte später wird die „Gespräche”-Sammlung vollendet, in der seine Schüler das Denken des Meisters für die Nachwelt niederschrieben.

    Diese drei eng miteinander zusammenhängenden Ereignisse waren von großem Einfluss auf die Herausbildung der chinesischen Mentalität und Philosophie und prägten 2.500 Jahre Weltgeschichte.

    Historischer Zusammenhang:

    China, 497 vor Christus: Das Land ist in unabhängige Königreiche gespalten, die sich gegenseitig bekriegen. Aufgrund der anhaltenden Machtkämpfe sind die Verhältnisse instabil, und die alte Zhou-Dynastie ist nicht mehr in der Lage, China zu einen und zu befrieden. In einem dieser Königreiche, dem Staat Lu, wird Konfuzius im Alter von 53 Jahren Justizminister.

    Das entscheidende Ereignis:

    Die Nachbarprovinz neidet dem Staat Lu die dank der Politik von Konfuzius erzielten Fortschritte und schenkt dem Herrscher von Lu die 80 schönsten Mädchen des Landes. Der Herrscher von Lu verbringt Tag und Nacht mit den jungen Frauen im Freudenhaus und vernachlässigt seine Aufgaben sträflich. Von diesem Verhalten enttäuscht, quittiert Konfuzius seinen Ministerposten und tritt eine meditative Wanderung an, die 14 Jahre dauern wird.

    Die Folgen des Ereignisses:

    Im Laufe seiner Wanderschaft schließen sich Konfuzius immer mehr Schüler an. In dieser Zeit entwickelt er seine Lehre des politischen und gesellschaftlichen Handelns und Denkens, den Konfuzianismus. Konfuzius' Bedeutung für China lässt sich daran ermessen, dass seine Lehre bis ins 20. Jahrhundert Staatsdoktrin war. Er beeinflusste die chinesische Gesellschaft nachhaltig und gilt als der erste „Lehrer Chinas”. Durch die Erneuerung der alten Institutionen schuf er die Grundlagen des „chinesischen Humanismus”. Dem zügellosen Lebenswandel des Herrschers von Lu hat China eine seiner größten spirituellen Umwälzungen zu verdanken.

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    • Regie:Pierre Lergenmuller
    • Land:Frankreich
    • Jahr:2016
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