Abenteuer Archäologie

Titicaca - Das Meer der Tiwanaku

Entdeckung -
26 Min.
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 2. Februar um 17.30 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 2. Februar bis zum 3. April 2017

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Etwa 20 Kilometer entfernt vom Titicacasee, der für die Inkas bis heute heilig ist, befindet sich Tiwanaku – einst Tempel- und Handelsstadt, heute eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Boliviens. Sie gibt Aufschluss über eine Prä-Inka-Kultur, die in etwa um die Zeit von 1.500 vor Christus bis 1.200 nach Christus bestand.

Mitten in den Anden, auf dem Altiplano, teilen sich Peru und Bolivien eine der heiligsten Orte Lateinamerikas: den Titicacasee, der auf einer Höhe von über 3.800 Metern liegt. Diese riesige Wasserfläche, in der Größe vergleichbar mit Korsika, ist vor allem dank der Inkas bekannt. Im 15. Jahrhundert kürten sie den Ort zur Wiege ihrer Zivilisation. Ihren Legenden zufolge wurde hier die Sonne geboren. In den Tiefen des Titicacasees ist derzeit ein Team um Christophe Delaere, bestehend aus belgischen und peruanischen Archäologen, damit beschäftigt, versunkene Relikte wie etwa Keramikgefäße mit Puma-Köpfen zutage zu fördern, die bei religiösen Opferzeremonien verwendet wurden. Die Objekte stehen mit der berühmten Ruinenstätte Tiwanaku in Verbindung, eine bedeutende Stätte einer Prä-Inka-Kultur, heute 20 Kilometer vom Titicacasee entfernt. Einst hat sich hier eine Tempel- und Handelsstadt mit einer Fläche von zehn Quadratkilometern und mit etwa 50.000 Einwohnern befunden, sogar einen Hafen soll die Stadt besessen haben. Die Ruinen von Tiwanaku zählen zu den wichtigsten archäologischen Stätten in Bolivien und gehören seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Sonnentor, das aus seinem einzigen Andesitblock herausgehauen wurde. Die Stätte ist vor allem für ihre einzigartigen Steinmetzarbeiten bekannt. Auf dem Sonnentor beispielsweise ist der Schöpfergott Wiracocha abgebildet, aus dessen Kopf mehrere Strahlen mit Puma-Köpfen und aus dessen Augen Tränen als Zeichen des Regens, der Fruchtbarkeit, entspringen.

Besetzung und stab
  • Regie:Agnès Molia, Camille Robert
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE F
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