Themenabend

Die skurrile Schlafwelt des Dion McGregor

Dokumentarfilm -
85 Min.
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    • Sendetermine:
    • Dienstag, 30. August um 24.35 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 29. August bis zum 06. September 2016

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Zahlreiche Themen behandelte Dion McGregor, der wohl bekannteste und wortreichste "Sleeptalker", in seinen nächtlichen Redeflüssen. Sein Mitbewohner zeichnete sie in den 70er Jahren auf Tonband auf. Die Kamera im Experimentalfilm hält frei und unbefangen McGregors irrwitzige Sprachakrobatik fest und löst so die Grenzen zwischen Wach- und Schlafzustand auf.

Der Amerikaner Dion McGregor ist der wohl bekannteste und wortreichste "Sleeptalker". 30 Stunden dauern die Schlafgespräche des 1994 verstorbenen Sängers und Songwriters, die in den 70er Jahren von seinem Mitbewohner auf Tonband aufgenommen wurden. Sie sind eine Reise ins Unterbewusste des Künstlers. McGregor war homosexuell, neurotisch, gleichermaßen fasziniert und eingeschüchtert von Frauen, besessen von Körperlichkeit, Grausamkeit, Macht, Tod und Sex.

Aneinandergereiht ähneln die Schlafgespräche einer irrwitzigen Reise durch eine Zeit und ein Land in der Krise, aber auch einem Ausflug in die geheimsten Winkel der menschlichen Seele. McGregors Träume sind überverhältnismäßig kohärent erzählt, werden aber dennoch zu skurrilen Geschichten. Der Dokumentarfilm begleitet sie filmisch mit Bildern, die wie das Unterbewusste selbst keine Orientierung in Zeit und Raum bieten, sämtliche Konventionen sprengen und sich sogar loslösen von dem, was in den Träumen gerade geschieht. Die traumwandlerischen Abenteuer des Dion McGregor sind wortreiche Konfabulationen voller Spannung, Sprachakrobatik und überraschender Wendungen.

Die Frauen und Männer, die im Film zu sehen sind, haben auf eine Anzeige geantwortet. Von McGregors Träumen war darin nicht die Rede, sondern nur davon, sich vor laufender Kamera "fallen zu lassen". Ohne von McGregors Redeschwall abzulenken, bieten die ruhenden Körper einen Ankerpunkt für den Betrachter, der seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Sie werden zu Resonanzkörpern für sexuelle Spannung und die Verletzlichkeit des Fleisches, für eine allzu menschliche Auf- und Hingabe.

Besetzung und stab
  • Regie:Verena Paravel, Lucien Castaing-Taylor
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2015
  • Herkunft:ARTE F
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