Mit dem Zug durch ...

Mit dem Zug durch ...

Samstag, 20. August um 12:45 Uhr (43 Min.)

Mit dem Zug durch ...

Panama

Samstag, 20. August um 12:45 Uhr (43 Min.)

Erstausstrahlung am Dienstag, 16.08. um 18:25 Uhr

Viel älter, aber weit weniger bekannt als der Kanal ist die Eisenbahn von Panama. Sie wurde 1855 eröffnet, verlor aber ihre Bedeutung, als ab 1896 die transkontinentale Eisenbahnstrecke in den USA die beiden Küsten Nordamerikas verband. Heute genießen hauptsächlich Touristen aus aller Welt den Blick auf die riesigen Containerschiffe und die Schleusen im Kanal.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1914 durch die Amerikaner ist der 82 Kilometer lange Panamakanal einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren in Mittelamerika. Er ermöglicht Schiffen auf dem Weg von der West- zur Ostküste der USA eine Zeitersparnis von fast drei Wochen. 1999 ging er in den Besitz Panamas über. Gut 40 Prozent des Staatseinkommens sind dem gewaltigen Ingenieurswerk zu verdanken, auf das die Einwohner des kleinen Staates mächtig stolz sind. Viel älter, aber weit weniger bekannt ist die Eisenbahn von Panama. Sie wurde 1855 eröffnet und hat lange vor dem Kanal das Land vom Pazifik bis zum Atlantik durchkreuzt. Die Panama Railway verlor ihre Bedeutung, als ab 1896 die transkontinentale Eisenbahnstrecke in den USA die beiden Küsten Nordamerikas verband. Erst beim Kanalbau ab 1881 spielte sie wieder eine Rolle beim Material- und Arbeitertransport. Danach versank sie erneut in die Bedeutungslosigkeit. Inzwischen wurden die Vorzüge der Bahn wiederentdeckt. Sie liegen hauptsächlich im Containertransport von Küste zu Küste. Der ist schneller und günstiger als eine Kanalpassage. Außerdem passen viele Containerschiffe der jüngeren Generation nicht mehr durch die über hundert Jahre alten Schleusen. Die rund 77 Kilometer lange Strecke zwischen dem Hafen Balboa in Panama-Stadt am Pazifik und der Hafenstadt Cristóbal am Atlantik teilen sich die langen Güterzüge mit einem Passagierzug, der werktags einmal hin- und zurückfährt. An Bord des Panoramawagens sitzen zumeist Touristen und genießen die einmalige Aussicht direkt auf den Kanal. Dort lassen sich die Schlepperboote beobachten, die die Riesenpötte in die Schleusen bringen. Im Regenwald des Nationalparks Soberanía sind seltene Pflanzen und Tiere zu sehen, auf den kleinen Inseln vor der Karibikküste kann man die Kunas besuchen, einen indigenen Volksstamm mit ganz eigener Lebensform. Das Casco Viejo, das historische Viertel von Panama-Stadt, lädt zum Schlendern ein, und auf der Uferpromenade lässt sich die atemberaubende Skyline der modernen Hauptstadt bewundern.

Regie:  Susanne Mayer-Hagmann