"Mein Kampf". Das gefährliche Buch

"Mein Kampf". Das gefährliche Buch

Donnerstag, 12. Mai um 10:30 Uhr (52 Min.)

"Mein Kampf". Das gefährliche Buch

Donnerstag, 12. Mai um 10:30 Uhr (52 Min.)

Erstausstrahlung am Dienstag, 03.05. um 20:15 Uhr

Adolf Hitlers Propagandaschrift "Mein Kampf" - ein Buch, das Abscheu und Ängste weckt. 70 Jahre nach Hitlers Suizid laufen die Urheberrechte ab, das Buch darf seit dem 1. Januar 2016 wieder erscheinen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte von "Mein Kampf" und zeigt, welche Auswirkungen sein rassistischer und ultranationalistischer Inhalt für uns heute hat.

Adolf Hitlers Propagandaschrift "Mein Kampf": Ein Buch, das mit Mythen überfrachtet Abscheu und Ängste hervorruft. Das Werk ist das Symbol der Naziherrschaft, die wiederum verantwortlich ist für 60 Millionen Tote. Jahrzehntelang war ein Neudruck verboten. 70 Jahre nach Hitlers Tod laufen nun die Urheberrechte von "Mein Kampf" ab und das Werk könnte ab dem 1. Januar 2016 wieder auf dem Markt erschienen.

Hitlers Gedanken würden zu einem Zeitpunkt neue Verbreitung finden, zu dem in Deutschland Brandanschläge, rechte Krawalle, Nazi-Schmierereien und Hass-Kommentare gegen geplante oder bestehende Flüchtlingsheime an der Tagesordnung sind.

In seinem Dokumentarfilm geht Manfred Oldenburg der Frage nach, ob "Mein Kampf" heute noch gefährlich sein kann. Was steht in diesem Buch? Wie ist es entstanden? Wie war seine Rezeptionsgeschichte? Und welche Auswirkungen hat sein Inhalt für uns heute, wo Gewalt und Hass gegen Asylanten alltäglich geworden sind?

Dabei wird deutlich, dass die mentalen Anknüpfungspunkte, an die "Mein Kampf" appelliert, heute immer noch vorhanden sind: Rassismus und Ultranationalismus. Rechtsextreme, die Asylantenwohnheime in Brand stecken, könnten sich auf Hitler berufen, der vor 90 Jahren in seinem Machwerk gefährliche Thesen gegen Überfremdung verbreitete.

Regie:  Manfred Oldenburg